Schaaf, Slomka und die üblichen Verdächtigen

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Was wir bereits wissen
Fußball-Bundesligist Hannover 96 demontiert seinen Trainer auf Raten, der Wunsch-Nachfolger will nicht und muss selber aufpassen, nicht aus der Mode zu geraten. Ein Kommentar von Klaus Wille.

Essen.. Unabhängig davon, wie man das Aus auf Raten für den Fußball-Trainer Mirko Slomka bei Hannover 96 finden mag: Der Verein hat sich für die erste Anfrage den falschen Kandidaten ausgesucht. Thomas Schaaf, seit einem halben Jahr Trainer im Wartestand, hat abgesagt.

Dabei ist Schaaf, seit er nach über einem Bremer Jahrzehnt im Sommer gehen musste, im Kreis der der üblichen Verdächtigen – im Kreis der Babbels, Finks, Labbadias und Stanislawskis – sogar ein eher unüblicher Verdächtiger: Im Gegensatz zu den anderen hat er sehr lange und lange sehr erfolgreich bei einem Verein gewirkt. Die Folge kennt man: Wo auch immer demnächst ein Trainer gesucht wird, Schaafs Name wird zuerst fallen.

Trotzdem hat Schaaf ein Problem

Trotzdem hat Schaaf ein Problem: Er entspricht nicht der Liga-Mode. Die verlangt nach jungen, akademisch geschulten und im Profibereich unverbrauchten Trainern. So sehr es für Thomas Schaaf spricht, weder auf Schalkes noch auf Hannovers Anfrage sofort angesprungen zu sein: Auf Dauer muss sogar er aufpassen, nicht in den Kreis der Trainer zu geraten, die irgendwann vollends vom Karussell fallen.

Zumal wohl noch ein Mann auf den Markt kommt, der in der Rückrunde nach jedem Trainer-Aus ins Gespräch gebracht werden wird: Mirko Slomka.