Götze wird für Guardiola beim FC Bayern München wieder zur Option

Pep Guardiola (rechts) herzt Mario Götze.
Pep Guardiola (rechts) herzt Mario Götze.
Foto: firo
Bayerns Weltmeister gibt beim 5:0 über Bremen ein sehr ordentliches Comeback. Für das Champions-League-Rückspiel gegen Turin drängen sich auch andere auf.

München.. Als Letzter kam Mario Götze aus der Kabine, es gab ja für ihn viel zu besprechen. Etliche Interviews hatte der 23 Jahre alte Weltmeister nach dem 5:0 (2:0) des FC Bayern gegen Werder Bremen gegeben. Als er nun erneut die Fragen nach seinem ordentlichen, 54-minütigen Comeback und den Perspektiven gestellt bekam, umspielte seinen Mund immer wieder ein Lächeln. Dieses kam nicht nur als Ausdruck der Freude daher, „dass ich wieder spielen konnte“, wie Götze sagte. Es wirkte ein bisschen verlegen bei all den Fragen nach seiner Zukunft.

Bundesliga Götze weiß ja selbst noch nicht, ob und wie es für ihn weitergeht in München, wenn Trainer Pep Guardiola im Sommer durch Carlo Ancelotti abgelöst wird. „Für mich ist wichtig, dass meine Verletzung ausgeheilt ist und ich körperlich auf einem guten Niveau bin“, sagte Götze, der sich seinem Trainer natürlich auch für die großen Partien wieder anbieten möchte. Dass er sich im ersten Einsatz für Bayern seit dem 4. Oktober und dem Adduktorenabriss vier Tage später im Länderspiel in Irland nun einen geschwollenen Ellenbogen eingehandelt hatte, fügte sich ins Bild seiner Münchner Zeit, die ihm kaum unbeschwertes Glück beschert hat.

Comans beeindruckende Bewerbung

Für die Kollegen war der höchste Saisonsieg neben dem 5:0 gegen den HSV schneller abgehakt. Thomas Müller eilte nach seinen Saisontoren 18 und 19 (31./66. Minute) aus den Katakomben. „Wir freuen uns auf Mittwoch“, rief er im Vorbeigehen. Mehr gab es aus seiner Sicht nicht zu sagen zur einseitigen Veranstaltung. Auch die übrigen Bayern-Kicker hatten nur noch Juventus Turin im Kopf, das nach dem 2:2 im Hinspiel im zweiten Achtelfinale eine größere Herausforderung darstellen wird als die abstiegsbedrohten Bremer. „Nach einem 0:5 gibt es nur eine Note: natürlich eine Sechs“, sagte deren Kapitän Jannik Vestergaard.

Götze Die Münchner, für die außer Müller noch Thiago (9./90.) und Robert Lewandowski (86.) trafen, konnten sich eine gute Zwei zuschreiben. Als sehr gut wurde sogar Kingsley Comans Leistung bewertet, der mit drei Torvorlagen Argumente lieferte für einen Einsatz gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber Turin, von dem der Franzose im Sommer ausgeliehen worden war.

Risiko statt Sicherheitsgedanke

Als Maßstab für Turin wollte dieses sehr lässige Warmlaufen allerdings niemand verstanden wissen. „Das wird ein schweres Spiel“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. „Wir müssen 90 Minuten hellwach sein“, warnte Kapitän Philipp Lahm und erinnerte an die verspielte 2:0-Führung im Hinspiel: „Man darf sich keine Schwächephase erlauben auf so einem Niveau.“ Auf ein 0:0 oder 1:1, das zum Einzug ins Viertelfinale genügen würde, wollen es die Münchner nicht ankommen lassen. „Wir sind nicht bekannt dafür, zu Hause auf 0:0 zu spielen. Das ist auch nicht der Stil von Pep Guardiola“, sagte Rummenigge und erinnerte daran, in den letzten vier Spielzeiten stets mindestens das Halbfinale erreicht zu haben. Gelingt das diesmal nicht, dürfte Guardiolas Bilanz in seinen drei Münchner Jahren ähnlich eingestuft werden wie Götzes in der ebenso langen Zeit.