Kommentar

Firminos Transferrekord - England hängt die Bundesliga deutlich ab

Der Rekordmann: Der FC Liverpool lässt sich die Verpflichtung vom Hoffenheimer Roberto Firmino 41 Millionen Euro kosten.
Der Rekordmann: Der FC Liverpool lässt sich die Verpflichtung vom Hoffenheimer Roberto Firmino 41 Millionen Euro kosten.
Foto: Imago

Der Hoffenheimer Roberto Firmino wechselt für 41 Millionen Euro zum FC Liverpool. Für die Bundesliga bedeutet diese Summe einen neuen Transferrekord. Aber es wird nicht der letzte sein. Ein Kommentar.

Essen.. Als der 1. FC Köln im Jahr 1976 den Belgier Roger van Gool für eine Million Mark Ablöse vom FC Brügge holte, wetterten die Kommentatoren, dass mit dem Fall dieser zuvor magischen Grenze in der Bundesliga der Wahnsinn ausgebrochen sei. Aus heutiger Sicht klingt das natürlich reichlich naiv. Soeben ist wieder ein neuer Transferrekord in der Liga aufgestellt worden, der Brasilianer Roberto Firmino wechselt für 41 Millionen Euro von Hoffenheim nach Liverpool. Und wir ahnen, dass auch diese schwindelerregende Summe nicht auf ewig eine Höchstmarke darstellen wird.

Die Premier League wird noch reicher

41 Millionen Euro Dieser Transfer läutet einen Trend ein. Den englischen Vereinen kommt es nämlich künftig auf das eine oder andere Milliönchen mehr nicht mehr an. Ein ab 2016 gültiger neuer Fernsehvertrag garantiert ihnen 2,3 Milliarden Euro pro Saison. Die abgehängten Bundesligisten kassieren derzeit 690 Millionen Euro pro Spieljahr. Demnächst werden Vereine aus dem unteren Drittel der Premier League den Profis mehr Gehalt bieten können als deutsche Top-Klubs. Und die werden darauf drängen, dem Bezahlfernsehen mehr Exklusivität zu garantieren, um die Distanz zu verringern.

Jedes Bundesligaspiel zu einer eigenen Anstoßzeit? Das ist keine Utopie mehr.

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