Dutts Bilanz vor VfB-Engagement stimmt skeptisch

Was wir bereits wissen
Der VfB Stuttgart holt den Schwaben, obwohl er zuletzt überall gescheitert ist. Doch die Fairness gebietet, ihm eine Chance zu geben. Ein Kommentar

Stuttgart.. Sportdirektor Robin Dutt? Für viele Fans des VfB Stuttgart war der Ex-Trainer schon ein rotes Tuch noch bevor er sein Büro bezogen hatte.

Das hat mit Fairness nichts zu tun. Zur Fairness gehört aber auch die Anmerkung, wie leicht es Dutt seinen Kritikern in den letzten Jahren gemacht hat. Vier erfolgreiche Spielzeiten beim SC Freiburg verwandelten Dutt einst in einen der meistbegehrten Bundesliga-Trainer.

Was folgte, war: Scheitern. Zuerst krachend als Trainer in Leverkusen. Dann eher leise bei seinem achtmonatigen Intermezzo als DFB-Sportdirektor – von Dutt fatalerweise mit dem Satz beendet, er sei kein Typ für den Schreibtisch. Und jüngst, nach der Rückkehr auf den Platz, noch das Aus als Trainer in Bremen.

Es geht nur noch um den Klassenerhalt

Nun die nächste Volte. Doch wieder Schreibtisch. Für Dutt und seinen neuen Verein geht’s – Tradition hin oder her – nur noch um den Klassenerhalt. Stuttgarts Absturz ist das Ergebnis jahrelanger Konzeptlosigkeit: Schon viel zu lange hat der VfB Spieler und Manager eingekauft und abgeschossen wie Fans ihre Silvesterböller.

Ja, die Fairness gebietet, Dutt eine neue Chance zu geben. Seine Bilanz aber stimmt skeptisch. Und sie lehrt Kurioses: Sollte es auch in Stuttgart nicht funktionieren, wäre es für den VfB das Bundesliga-Aus. Robin Dutt aber, der hat bisher noch jedes Aus erstaunlich gut überstanden.