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Funktionär Sennewald bestätigt Stasi-Mitarbeit

20.09.2012 | 14:34 Uhr

Ruder-Funktionär Walter Sennewald hat seine frühere Tätigkeit für das Ministerium für Staatssicherheit der DDR (MfS) bestätigt.

Rostock (SID) - Ruder-Funktionär Hans Sennewald hat seine frühere Tätigkeit für das Ministerium für Staatssicherheit der DDR (MfS) bestätigt. Der Vorsitzende des Landesruderverbandes Mecklenburg-Vorpommern, zugleich Vater-Figur für die von Olympia vorzeitig abgereiste Ruderin Nadja Drygalla, habe mehrere Jahre mit dem MfS zusammengearbeitet, teilte sein Anwalt Rainer Cherkeh mit. Zuvor hatten Die Welt und die Berliner Morgenpost über die Stasi-Tätigkeit des 52-Jährigen berichtet.

Sennewald ließ erklären, dass er sich 1984 "nach langem Drängen" gegenüber dem MfS verpflichtet habe. Er sei Anfang 20 gewesen, frisch verheiratet, seine Frau war schwanger. Aus heutiger Sicht sei es aber ein Fehler gewesen, sich dem Druck gebeugt zu haben.

Der letzte tatsächliche Kontakt mit dem MfS sei im Jahr 1987 erfolgt. Das MfS wollte mit ihm über seinen damaligen Trainer sprechen, was er jedoch ablehnte. Dies war sein persönlicher Schlussstrich in der Sache. Seine Akte, auf die sich die Vorwürfe in den Zeitungsberichten stützten, habe er nie gesehen, so Sennewald.

Kein Verständnis haben der Ruder-Funktionär dafür, dass seine Angelegenheit mit dem "Fall Drygalla" verbunden werde. "Die damalige Tätigkeit für das MfS ist Teil meiner Biographie, der ich mich nun auch in der Öffentlichkeit stellen muss. Mit dem "Fall Drygalla hat dieser Sachverhalt rein gar nichts zu tun", ließ sich Sennewald zitieren.

Sennewald war im "Fall Drygalla" bundesweit in den Blickpunkt gerückt. Der langjährige Vorsitzende des Landesverbandes und des Olympiastützpunktes in Rostock gilt als Vaterfigur von Drygalla und schirmte diese in der heißen Phase vor der Öffentlichkeit ab. Drygalla, Mitglied des deutschen Ruder-Achters, war vorzeitig von den Olympischen Spielen in London abgereist. Sie bat darum, nachdem ihre Beziehung zu einem früheren Vertreter der rechtsradikalen Szene bekannt geworden war.

sid

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