Fünfkampf-WM: Nur einer kam durch - Protest

Zwei Tage nach dem umjubelten Staffel-Gold herrscht bei Deutschlands Modernen Fünfkämpfern Ernüchterung und großer Ärger. Von vier Teilnehmern qualifizierte sich nur der Potsdamer Fabian Liebig für das WM-Finale der besten 36 in Berlin.

Berlin.. Die drei anderen Mehrkämpfer Patrick Dogue, Christian Zillekens (beide Potsdam) und der Bonner Matthias Sandten scheiterten am Mittwoch vorzeitig in der Qualifikation - und haderten danach nicht zum ersten Mal mit der Laser-Anlage beim Schießen.

"Ich arbeite das ganze Jahr und dann kommt so ein Mist dabei heraus. Es ist unfassbar, dass es immer noch nicht klappt, das Laser-Schießen ohne technische Probleme hinzukriegen", schimpfte Dogue. Der deutsche Meister wurde an drei verschiedene Schießstände geschickt, doch die Trefferanzeige funktionierte entweder gar nicht, wenig oder halbwegs. Ähnlich erging es zuvor Sandten, bei dem auch keine Treffer angezeigt wurden. Die Waffen der beiden Athleten waren nicht defekt.

Die Mannschaftsleitung legte für jeweils 100 Dollar zweimal Protest ein. Die Aussichten auf einen Erfolg gelten jedoch als gering. "Natürlich bin ich mit dem Abschneiden nicht zufrieden, besonders, wenn zwei Jungs durch technische Mängel rausfallen", erklärte Bundestrainer Christian Sandow.

Der frühere Junioren-Weltmeister lobte aber auch Liebig, der als 14. in seiner Gruppe das Endkampf-Ticket löste. "Er ist unser beständigster Mann", sagte Sandow über den gebürtigen Berliner. Liebig war zuletzt beim Weltcup-Finale in Minsk ein ähnliches Missgeschick beim Schießen wie seinen Kollegen Dogue und Sandten bei der WM passiert. Der Laserpointer ersetzt seit 2010 im Modernen Fünfkampf die Luftpistole, technische Pannen kommen immer noch vor.