Füchse Berlin holen EHF-Cup

Berlin..  Die Füchse Berlin haben zum ersten Mal den Handball-EHF-Pokal gewonnen. Die Gastgeber besiegten am frühen Sonntagabend im ersten deutschen Finale seit 2011 den HSV Hamburg mit 30:27 (16:13).

Vor einem Jahr hatten die Füchse ebenfalls vor eigenem Publikum beim Final Four nur Platz drei belegt. Als bislang letztes deutsches Team hatten die Rhein-Neckar Löwen 2013 den EHF-Cup gewonnen. Die besten Schützen für die Berliner waren vor 8206 Zuschauern in der heimischen Max-Schmeling-Halle Konstantin Igropulo und Petar Nenadic mit jeweils sechs Toren.

Großer Triumph für Sigurdsson

Für die Hamburger war Kentin Mahé mit zehn Treffern am erfolgreichsten. Für den Berliner Trainer Dagur Sigurdsson war es das letzte große Spiel auf der Füchse-Bank. Der Isländer hatte die Berliner in die deutsche Spitze geführt. Seit Herbst betreut er zusätzlich die deutsche Handball-Nationalmannschaft. In der neuen Spielzeit wird sich Sigurdsson nur noch um das Nationalteam kümmern.

Derweil hat Pokalsieger SG Flensburg-Handewitt in der Bundesliga im Kampf um die erneute Teilnahme an der Handball-Champions-League einen Dämpfer hinnehmen müssen. In einer umkämpften Partie erreichte der Bundesliga-Dritte am Samstag nur ein glückliches 24:24 (8:11) gegen den TBV Lemgo. Beste Werfer waren Anders Eggert (7/5) für Flensburg sowie Rolf Hermann (5) für den TBV, der durch das Unentschieden die Abstiegsplätze verließ.

In der mit 6300 Zuschauern ausverkauften Flens-Arena hatte die Mannschaft von SG-Coach Ljubomir Vranjes einen kapitalen Fehlstart auf das Parkett gelegt. Rechtsaußen Bogdan Radivojevic, der den am Auge verletzten Lasse Svan vertrat, hatte die Hausherren mit 1:0 in Führung gebracht. Die Mannschaft von TBV-Trainer Florian Kehrmann zeigte aber einen beeindruckenden Kampfgeist. Tim Suton brachte die Gäste in der 18. Minute mit 8:2 in Führung.

Erst spät in der Partie kam Flensburg auf. Thomas Mogensen erzielte das 15:15 (41.), Johan Jakobsson traf eine Minute später zum 16:15. Lemgo jedoch wollte sich für den couragierten Auftritt belohnen, lag 90 Sekunden vor Schluss 24:22 vorn, kassierte aber noch zwei Tore.