Freund segelt zum Sieg in Willingen

Willingen..  Severin Freund kauerte im Auslauf und blickte gebannt auf die Anzeigetafel, dann entlud sich die Anspannung in einem lauten Jubelschrei. Mit einer eindrucksvollen Leistung hat der Skiflug-Weltmeister am Sonntag im Hexenkessel von Willingen den zwölften Weltcupsieg seiner Karriere gefeiert und drei Wochen vor der WM eine klare Botschaft an die Konkurrenz gesendet.

In einem ebenso hochklassigen wie dramatischen Wettbewerb verwies Freund den Norweger Rune Velta um einen Punkt auf Rang zwei und stellte danach überglücklich fest: „Das war ein absolut geiler Wettkampf. Jeder Sieg ist megatoll. Aber wenn man einen Heim-Weltcup gewinnt, ist es unglaublich.“

DSV-Adler Zweite hinter Slowenien

Den starken Auftritt der Skiadler, die am Samstag im Teamwettbewerb den zweiten Platz hinter Slowenien belegt hatten, rundete Marinus Kraus als Achter ab. Nach 142,5 und 135,5 Metern bejubelte er sein bestes Saisonergebnis. „Er ist ein Lichtblick“, lobte Bundestrainer Werner Schuster. Markus Eisenbichler (13.) und Richard Freitag (15.) sprangen ebenfalls in die Top 15. Schon im ersten Durchgang brachte Freund die mit 12 359 Zuschauern gut gefüllte Arena zum Kochen. Trotz eines Fehlers beim Absprung segelte er auf 149,5 Meter. Als Letzter vom Balken gegangen, segelte er im zweiten Durchgang 146 Meter weit.