Freispruch für Renault in Spionagefall
06.12.2007 | 22:05 Uhr 2007-12-06T22:05:08+0100Jetzt ist Rückkehr von Alonso möglich
Monte Carlo. Der Formel-1-Rennstall Renault ist in der Spionage-Affäre um den illegalen Besitz von McLaren-Informationen ohne Strafe davongekommen und hat nach der Entscheidung, die im Glücksspieler-Paradies Monte Carlo fiel, beste Karten im Poker um Fernando Alonso. 83 Tage nach der Rekord-Geldstrafe von 100 Millionen Dollar und dem Abzug aller Konstrukteurspunkte 2007 für McLaren-Mercedes wegen deren Verwicklung in den Spionage-Skandal mit Ferrari blieb Renault unbgehelligt.
Der Weltrat des Internationalen Automobilverbandes FIA stellte zwar einen Verstoß gegen Artikel 151c des Regelwerks fest, sprach jedoch keinerlei Sanktionen aus. "Wir sind erfreut, dass wir uns nun voll auf die Vorbereitungen für die Weltmeisterschaft 2008 konzentrieren können", erklärte Teamchef Flavio Briatore in einer Pressemitteilung des Rennstalls, der bei McLaren-Mercedes spioniert haben soll. Über die Gründe des Freispruchs will die FIA an diesem Freitag informieren.
Die Entscheidung vom Donnerstag dürfte dem Bemühen um ein erneutes Engagement von Fernando Alonso bei Renault zuträglich sein. McLaren-Mercedes hatte die Zusammenarbeit mit dem entthronten zweimaligen Champion zum Saisonende nach nur einem Jahr wegen dessen ständiger Anfeindungen wieder beendet. "Der Weg ist frei für Alonso", titelten die spanischen Zeitungen "El Mundo" und "Marca" bereits am Donnerstagabend auf ihren Internetseiten. Es wird spekuliert, dass Alonso die FIA-Entscheidung erst einmal abwarten wollte, bevor er sich an ein neues Team bindet.

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