Free-Fighter Herb: „Jeder Sport hat seine Gefahr”
13.06.2009 | 08:28 Uhr 2009-06-13T08:28:00+0200Essen. Die Ultimate-Fighting-Welle schwappt nach Deutschland. Die harte Kampfsportart steht in der Kritik, gewaltverherrlichend zu sein. Der Free-Fighter Gregor Herb spricht im Interview über Kämpfe im Käfig, Schläge am Boden und Klischees in der Kritik.
Gregor Herb (31) kann einstecken, auch Kritik. Aber Einseitigkeit ärgert ihn mächtig. Herb ist Referendar an einem Freiburger Gymnasium, und er ist Free Fighter. Am 13. Juni steigen seine Kollegen aus den USA in Köln in den Käfig und kämpfen. „Viele, die schlecht darüber reden, haben keine Ahnung von unserem Sport”, sagt Herb.
Wissen Ihre Schüler, was Sie nach der Schule machen?
Gregor Herb: Ich bin seit Anfang des Jahres als Referendar für Sport und Englisch an der Schule, und ich habe meinen Schülern nicht sofort von meinem Hobby erzählt. Das macht wohl kein Lehrer. Aber irgendwann saßen sie grinsend in der Klasse und haben gesagt, dass sie mich im Internet entdeckt hätten.
War Ihnen das recht?
Herb: Warum nicht? Ich mache kein Geheimnis aus meinem Sport. Ich muss nichts verbergen, denn ich mache nichts Anrüchiges. Eine Boulevard-Zeitung hat mal über meine Schüler geschrieben: „Sie wissen nicht, was er nachts tut.” Das ist einfach Quatsch nur mit Soße!
Sie machen Judo, seit Sie acht Jahre alt sind. Wieso sind Sie umgestiegen auf Free Fighting?
Herb: Ich habe in meiner Jugend mal bei den Ringern ausgeholfen, mit 17 habe ich mit dem Boxen angefangen, dann kam brasilianisches Jiu-Jitsu dazu. Beim Free-Fight kann ich alle Techniken anwenden, das reizt mich. Es gibt keinen anderen Sport, der so technisch, so athletisch und so vielseitig ist.
Aber die Kämpfe im Käfig sehen zunächst brutal aus. Können Sie diese Sichtweise verstehen?
Herb: Das kann ich. Das wird so empfunden weil man es nicht kennt. Ich vergleiche den Free Fight nicht gerne mit Boxen, aber es bietet sich an, weil dieser Sport jedem bekannt ist. Man stelle sich vor, zum ersten Mal einen Boxkampf zu sehen und zwar die Endszene in einer neunten Runde, in der ein muskelbepackter Boxer den müden Gegner mit der letzten Schlagsalve eindeckt. Wie sähe da die Reaktion des Beobachters aus, für den der Sport neu ist?
Wirkt es nicht beim Free Fight schlimmer, weil noch geschlagen wird, wenn der Gegner am Boden liegt?
Herb: Das ist das Ungewohnte für alle, die Free Fight zum ersten Mal sehen, und Ungewohntes kann verschrecken. Aber was schlimm aussieht, ist Teil unseres Sports und wir können damit umgehen. Wir haben gelernt, im Liegen Schläge abzuwehren, wir können aus der Rückenlage kontern, und wer am Boden schlägt, der hat nicht die Power wie im Stehen. Die Kraft beim Schlagen kommt doch hautpsächlich aus den Beinen.
Haben Sie sich mal schwerer verletzt?
Herb: Von meinen bisher fünf Profi-Kämpfen habe ich vier gewonnen. Niederlagen gehören dazu, und das Verletzungsrisiko ist schließlich jedem bewusst, der in den Käfig steigt. Beim Free Fight ist die einzige Verletzung, die ich bisher davon getragen habe, ein Nasenbruch. Pech. Genauso habe ich mir beim Squash mal die Bänder abgerissen, jeder Sport hat seine Gefahr.
Kritiker sagen, die Kämpfer im Käfig sehen aus wie eingesperrte Tiere.
Herb: Es ist immer dieselbe Schiene, ich kann es wirklich nicht mehr hören. Im Land der Dichter und Denker hätte ich fundierte Kritik erwartet, keine Klischees. Der Käfig schützt uns, so einfach ist das. Wir kämpfen bei manchen Veranstaltungen ja auch im normalen Ring, aber das ist viel gefährlicher, weil man unter anderem leicht rausfallen kann.
Was ist verboten?
Herb: Es gibt 32 Regeln, die Dinge verbieten wie Stechen ins Auge, an die Gurgel gehen, beißen oder Tritte gegen einen Gegner, der am Boden liegt.
Diese Regeln werden eingehalten?
Herb: Absolut. Darauf achten die Ringrichter, und sie beenden auch sofort den Kampf, wenn sich jemand nicht mehr intelligent verteidigen kann.
Verdienen Sie viel Geld mit ihren Kämpfen?
Herb: Nein, ein bisschen Taschengeld, mehr nicht. Aber wer in die US-Profiliga UFC aufsteigt, die jetzt nach Köln kommt, der kann gut verdienen. Die UFC ist die erste Bundesliga des Free Fights.
Wollen Sie den Sprung in die UFC schaffen?
Herb: Ich will es versuchen.

15:29
Wieder mal so eine typische Sportart unserer lieben neuen Mitbürger.
10:06
Fehlt jetzt nur noch die Forderung, diese Sportart als
olympische Disziplin einzuführen. ;-)
07:29
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04:19
die Best of UFC sind hauptsächlich Fights aus den 90ern als die Regeln noch nicht so streng waren.
Heute heißt der Sport nicht mehr offiziell Freefight sondern Mixed Martial Arts oder einfach MMA.
Ausschlaggebend ist hier die Qualität der Trainer und der Schule, und die ist wie beim Boxen unterschiedlich. Zudem liegt dem MMA Technik Teil das Brazlian Jiu Jitsu zu Grunde, welches als eines der besten Bodenkampfsysteme der Welt gilt.
Dieser Sport ist eigentlich NICHTS für GEwaltgeile, da ein großer Teil der Fights auch durch Submission, d.h. Aufgabe durch Würger oder Hebel beendet wird. Und das ist nicht brutaler als Judo oder Ringen. Zudem sind die Techniken gegen Ground and Pound also Schläge am Boden inzwischen auch als gute Selbstverteidigungstechniken anerkannt.
Wer hier schreibt das hätte was mit den Angriffen auf den Rentner zu tun oder sähe so aus der scheint nicht einen Funken Verstand zu haben. So ein armseliger *********** Müll ist der Gipfel. Ich selber bin MMA-ler und wir trainieren um Leuten zu zeigen wie sie sich WIRKLICH verteidigen können und nicht mit armseligem Rumgehüpfe im Karateanzug allen ernstes glauben im Ernstfall sich wehren zu können gegen die Gewalttäter da draußen. Auch die Polizei und andere Einheiten trainieren die Techniken mit uns, besonders Techniken bei denen es darum geht am Boden wegzukommen, eben genau wenn jemand auf einen einprügelt.
Die Leute die unseren Sport in die Gewalttäter Ecke schieben wollen, sind wie typische. Denunzianten. Sie sehen etwas das die nicht kennen und springen sofort an auf alle möglichen Vorurteile. Und das ist die WAHRE geistige Armut.
22:47
erna sacht, las die jungens mal machen. bei die anderen sportarten passiert auch mal dat eine oda andere. so wenn mohammed, achmed und der kumpel zwiebelmett am wochenede inne disse zum wegklatschen gehen. beim ufc-fight ists wenigstens unter kontrolle.
hausse rein, woll....?!
22:02
Man muß alle brutalen Sportarten verbieten. Ich bin eher für olympisches Korbflächten oder Hinderniss-Ikebana.
16:34
Habe gerade bei Youtube mal nach UFC geschaut. Der erste Treffer ist ein Best Of Video.
Kann mir einer mal erklären an welcher Stelle in dem fast 5 min Video nicht einfach wie besessen aufeinander eingedroschen wird ? Ich kann da beim besten Willen keine Mischung aus verschiedenen Kampfsportarten entdecken. Ich will`s ja nur wissen und verstehen ...
Jeder zweite Kampf dort endet mit einer Bewustlosigkeit oder mit dem sinnlosen ins Gesicht schlagen eines am Boden liegenden Gegners ...
Oder hab ich nach was falschem gesucht ?
Oder ist das nur der falsche Film ?
16:06
toll das ein richtiger Mann Lehrer werden will !
das ist selten der fall.
das deutsche schulsystem ist ja geradezu verseucht durch Weicheier-Lehrer.
Er ist ein gutes Vorbild für junge Männer !
15:28
beim lesen von cchaos Kommentar musste ich an manchen Stellen echt schmunzeln. Also erstmal find ich Free-Fight gar nicht so neu, eher im Gegenteil. Für mich ist das sogar mit der älteste Sport der Welt, nur mit neuem Namen und in neuer Verpackung. Das die öffentliche Inzenierung zweier gewaltbereiter Kontrahenten, die brutal auf sich einschlagen, hohen Unterhaltungswert hat, wusste man schliesslich schon in der Antike, oder vielleicht noch früher. Ob jetzt einer mit super feiner Technik jemanden eins vor die Fresse haut oder unmotorisch und unkontrolliert macht doch wirklich keinen Unterschied für den, der die Fresse hinhält.
Free-Fight mit Baseball oder auch American Football zu vergleichen (nehme ich mal an) ist jetzt nicht wirklich ernst gemeint, oder? Und dann noch dieses ewig angewante Argument mit dem Ihr wisst doch gar nicht worum es geht, kennt die Hintergründe nicht, also behaltet doch eure einseitige Meinung für euch. Ich hab Kämpfe gesehen und Interviews gelesen. Ich glaub nicht das ich wissen muss, wie gross der Ring ist oder wie lang eine Runde dauert oder ob man jetzt auch ohne Tattoos antreten darf, um den Sport abstossend zu finden. Ähm ach ja...und mein Weltbild verändert diese Prügelei auch nicht, sorry. Das Argument mit Boxen dreh ich mal um mit ner Frage...Boxen ist schon grenzwertig, warum noch so ne Prügelsportart dazu, die noch einen Schritt weiter geht?
15:07
Aber so genannte Kilerspiele verbieten
Na dann ,herzlichen Glückwunsch