Frankfurt feiert den Cup-Coup gegen Paris

Berlin..  Erst flossen ein paar Freudentränen, dann reichlich Wein und Bier. Nach dem Champions-League-Triumph gegen Paris St. Germain machten die freudetrunkenen Fußball-Frauen des 1. FFC Frankfurt die Nacht zum Tag. Bis zum Morgen feierten Europas Ball-Königinnen um Siegtorschützin Mandy Islacker und Top-Torjägerin Celia Sasic in einer Berliner Bar ausgelassen den vierten Vereinstriumph in der Königsklasse. „Im Bett war ich nicht“, berichtete Sasic am Freitag.

Mit dabei war auch Simone Laudehr. Ein zunächst befürchteter Kreuzbandriss bestätigte sich bei einer MRT-Untersuchung am Donnerstagabend zwar zum Glück nicht. Die Nationalspielerin erlitt beim 2:1-Sieg gegen den französischen Vizemeister aber eine Außenbandzerrung im Knie. „Wie lange die Heilung dauert, weiß ich nicht. Ich bin ja kein Arzt“, sagte sie.

Den Auftakt des Trainingslagers der DFB-Auswahl in Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft vom 6. Juni bis 5. Juli in Kanada wird die 28 Jahre alte Mittelfeldspielerin auf jeden Fall verpassen. Nach der Absage von Lira Alushi (Bild), die nach der Finalniederlage mit Paris ihre Schwangerschaft bekanntgab, reist die deutsche Nationalmannschaft am Montag mit 26 Spielerinnen für zehn Tage in die Schweiz.

Der vierte Triumph nach 2002, 2006 und 2008 beendete eine sieben Jahre andauernde Durststrecke der Frankfurter auf internationaler Ebene und war nach Meinung von Manager Siegfried Dietrich eine „gewisse Krönung der Vereinsgeschichte, die Kraft für weitere 20 Jahre gibt. Ich war sehr ergriffen und habe über die Augen dehydriert.“