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Foul und Eigentor zugleich

02.12.2008 | 22:05 Uhr

Rudi Assauers Nachtreten gegen Schalke

Wenn sich frühere Mitarbeiter über ihren alten Betrieb äußern, zumal wenn sie im Unfrieden von ihm geschieden sind, ist dies immer problematisch. Gerät doch jedes kritische Wort schnell in den Geruch einer Abrechnung.Mirko Slomka hat unlängst im NRZ-Interview in eher moderatem Ton seine Meinung zur aktuellen Lage auf Schalke gesagt. Dass seine Analyse gleichwohl angreifbar ist, versteht sich von selbst. Immerhin aber hat er sich nicht aus der Mitverantwortung für die letztjährigen Winter-Fehleinkäufe gestohlen, auch wenn viele Medien seine Äußerungen bewusst so interpretiert haben.Was wirkliches Nachtreten ist, hat in dieser Woche Rudi Assauer eindrucksvoll demonstriert. In gewohnt plumper Art zog der Ex-Manager im "Express" vom Leder und stellte die derzeit handelnden Personen auf Schalke als Volltrottel da ("Zustände wie bei einem Würfelabend").Nun lässt sich durchaus Kritisches über Schalkes Verantwortliche sagen (was an dieser Stelle oft genug getan wurde). Und Rudi Assauers Verdienste um den Klub, speziell den Arena-Bau, sind unbestritten. Aber jene Fans, die jetzt schon wieder laut nach einem Comeback des stets polarisierenden Ex-Managers rufen, sollten sich besser auch daran erinnern, dass es Assauer war, der in der Endphase seiner Tätigkeit vor lauter Maßlosigkeit den Klub beinahe finanziell vor die Wand gefahren hätte. Und dass nicht zuletzt privates Geld von Clemens Tönnies dem Klub das Schicksal des BVB erspart hat, der heute noch unter dem Missmanagement des Führungsduos Niebaum/Meier leidet.Assauers Foul, harmloser formuliert: Eigentor, hat schon Clementsche Ausmaße und ist - wie in dem Fall des ehemaligen SPD-Politikers - nichts anderes als die Reaktion eines verbitterten älteren Mannes, der nicht verwinden kann, dass er nicht mehr gefragt ist. Und das ist auch gut so. Schon vergessen, dass Assauer einst Ralf Rangnick aus dem Verein geekelt hat?

r.schuessler@nrz.de

REINHARD SCHÜSSLER

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Kommentare
03.12.2008
15:51
Foul und Eigentor zugleich
von derschwarzekanal | #4

Zitat Schüssler: Nun lässt sich durchaus Kritisches über Schalkes Verantwortliche sagen (was an dieser Stelle oft genug getan wurde).

Ich bin vor Lachen gerade vom Stuhl gefallen. Ist dieser Satz vielleicht als Satire gedacht?

03.12.2008
11:30
Foul und Eigentor zugleich
von ueberruhr1 | #3

1 ebbebien
Jeder hat das Recht, sich zu äußern, aber das Niveau, gleich aus welcher Vereinsrichtung Sie shreiben, ist unterirdisch Der neutrale Leser weiß, aufgrund Ihrer Fragmente nicht welchen Verein Sie meinen.

03.12.2008
11:26
Foul und Eigentor zugleich
von ueberruhr1 | #2

Wieder ein sehr guter Kommentar Herr Schuessler.
Sie sind in dem ganzen Chaos der Berichterstattzung jemand, der den Anspruch eines Redakteurs erfüllt. Aber dies zeichnet seit JAHREN den Sportteil der NRZ gegenüber anderen Medien, auch der Justen Redaktion aus.
Halten Sie dieses sachliche Niveau.
Frohe Weihnachten.

03.12.2008
11:21
Foul und Eigentor zugleich
von ebbebine | #1

Man alles drehen und wenden, plus und minus rechnen. Unterm Strich bleibt:
Rudi hat doch recht.

Lieber Herr Schüssler, finanziell vor die Wand gefahren? Belege? Quellen? Beliebte Argumente von Tönniesanhängern sind auch immer wieder die Alkoholokergerüchte und Anspielungen aufs Alter.

Pfui.

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