Fliegenfänger

Insekten fristeten bis dato im deutschen Fußball ein Schattendasein. Das finden wir ungerecht. Vor allem, weil andere Tiere in der Liga deutlich prominenter vertreten sind.

In Köln zum Beispiel hält sich der ansässige Erstligist den Geißbock Hennes als Glücksbringer und Maskottchen. Sogar ins Vereinslogo hat es das gehörnte Tier gebracht. Auch Eintracht Frankfurt präsentiert mit dem Steinadler Attila ein lebendes Wappentier und bezahlt dafür sogar einen ausgebildeten Falkner.

Dass Schäferhund Rex einst den Schalker Spieler Friedel Rausch beim Derby in Dortmund in den Allerwertesten biss und Schalke darauf beim BVB-Gastspiel in Gelsenkirchen echte Tiger durchs Stadion führte, gehört zu den tierischen Legenden der Bundesliga. Aber Insekten? Bis dato Fehlanzeige.

Darum freuen wir uns an dieser Stelle von Stuttgarts Martin Harnik berichten zu können. Als Trainer Huub Stevens den Stürmer beim Heimerfolg über Mainz immer wieder fragte, ob er noch weiterspielen könne, reagierte der Angreifer gereizt und erläuterte hinterher: „Der Trainer ging mir die ganze Zeit auf den Sack und hat mich gefragt, ob es noch geht. Das Einzige, womit ich heute Probleme hatte, waren die Fliegen. Ich glaube, dass ich sieben Fliegen verschluckt habe. Das war am Ende noch mal ein Eiweißschub.“

Endlich kommen auch Insekten in die Schlagzeilen. Und Harnik zeigt, dass er auf die Zeit nach dem Fußball vorbereitet ist. Das Dschungelcamp kann kommen!

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