Fifa entschädigt Irland für verpasste WM 2010

Berlin..  Die verdeckte Millionen-Zahlung der Fifa an den irischen Fußball-Verband ist bei Spitzenfunktionären wie DFB-Chef Wolfgang Niersbach auf Unverständnis gestoßen. „Ich kann mir keinen Reim machen auf diesen neuen Vorgang“, sagte er über Meldungen, nach denen Irland nach dem Ausscheiden in der Qualifikation zur WM 2010 gegen Frankreich fünf Millionen Euro vom Weltfußball-Verband erhalten haben soll.

Hintergrund dieser Affäre ist, dass Irland im November 2009 im Playoff-Rückspiel in Frankreich mit 1:1 nach Verlängerung unglücklich ausgeschieden war. Dem Ausgleichstreffer in Paris ging ein nicht geahndetes Handspiel von Thierry Henry voraus. Der irische Verband hatte - erfolglos - versucht, dennoch zur WM nach Südafrika zu fahren.

Die Zahlung wurde vom Weltverband bestätigt, „um den Ansprüchen Irlands gegen die Fifa ein Ende zu setzen“. Die Summe sei als Darlehen für den Stadionbau ausgezahlt worden und sollte von den Iren bei einer erfolgreichen Qualifikation für die WM-Endrunde 2014 in Brasilien zurückerstattet werden. Nachdem das Team auf der Strecke geblieben war, sei entschieden worden, den Betrag abzuschreiben.

Der Darstellung eines Darlehens widersprach der irische Verband (FAI) umgehend. Die Zahlung sei ein Vergleich und kein Darlehen gewesen, teilte die FAI mit.