Felix Loch rast knapp an der Goldmedaille vorbei

Sigulda..  Mit drei von vier möglichen Titeln haben die deutschen Rodler die Weltmeisterschaft in Lettland dominiert. Auf der Bahn von Sigulda fuhr am Sonntag nur Olympiasieger Felix Loch knapp an Gold vorbei – er musste sich dem Russen Semen Pawlitschenko geschlagen geben.

Zuvor hatten Natalie Geisenberger und die Doppelsitzer Tobias Wendl und Tobias Arlt der Konkurrenz allerdings keine Chance gelassen. Der Sieg in der Teamstaffel rundete das erfolgreiche deutsche Wochenende ab.

„Es hat einfach nicht ganz gepasst“, resümierte Loch nach seinem Einzel, war mit der Silbermedaille aber „rundum zufrieden“. Die russischen Rodler hätten auf der Bahn einen kleinen Trainingsvorteil, erinnerte der Berchtesgadener, wollte aber nicht hadern. „Semen war heute einfach besser, er ist gewaltig gefahren.“

In knapp zwölf Monaten steht die WM-Revanche an. „Nächstes Jahr am Königssee sind dann wir am Zug“, sagte Loch, ehe er in der Staffel dank des Sieges vor Russland und Kanada doch über eine Goldmedaille jubeln konnte. Bundestrainer Norbert Loch sagte: „Ich kann mit dem Auftreten sehr zufrieden sein, vor allem auf der Bahn hier.“