Skispringen
Fanparty in Willingen
10.02.2010 | 13:52 Uhr 2010-02-10T01:52+0100In Willingen steppt der Bär. Über 16 000 Fans haben beim Skispringen eine tolle Party gefeiert.
Bunt kostümiert und in bester Fetenstimmung sorgten die fantastischen Zuschauer für ein Riesenfest am Fuße der Mühlenkopfschanze. Die Wintersport-Fans kamen aus allen Regionen Deutschlands in das Mekka des Skispringens an der nordhessischen Grenze. Sie waren bester Laune nach den guten Leistungen der deutschen Adler. Lautstark bejubelten jung und alt den sensationellen dritten Platz von Michael Neumayer im Einzelspringen.
Feiern dauern bis in die Nacht
Im Anschluss an die Siegerehrung ging die Party in Willingens Kneipen richtig ab. "Wir feiern die ganze Nacht", schallte es durch das Stadion in Strycktal. Mit Musik und Tanz endete die bombastische Fete in den frühen Morgenstunden. Da stieg schon die Vorfreude auf die Entscheidung im FIS-Team-Tourspringen am Sonntag.
Die kreativste Fangruppe auf der Willinger Partymeile kam aus Neheim-Hüsten. Im Kostümwettbewerb der WESTFALENPOST bestieg der fidele Frauenclub FC Sonnenburg (mit seinen Männern) das Siegertreppchen. Als "die echten Sauerländer" im Gewand einer Bockwurstdose sorgte die Truppe für lustige Unterhaltung.
Gruppe aus Hüsten stiftet Kostüme
Auf die handgemachten Kostüme —zehn Stück wurden schon 2007 gefertigt — kam das Logo der Finnentroper Wurstfabrik „Metten”. Ein erstes Foto vom gemeinsamen Auftritt wurde der Firma damals schon geschickt. Erst im Vorfeld der augenblicklichen Karnevalssession hatte sich die Marketing-Abteilung des Wurst-Produzenten aber an das Kostüm mit volksnaher Werbebotschaft erinnert. „Die waren richtig scharf darauf”, erinnert sich Bärbel Hoppe, Sprecherin der Sonnenburgs.
Nach kurzer Überlegung reifte der Entschluss, sieben der Kostüme abzugeben — aber erst nach dem Skisprung-Weltcup in Willingen. Für 500 Euro wurde die Verkleidung verkauft. Am Rosenmontag fährt die Frauengruppe des FC Sonnenburg zum Kinder-Hospiz Balthasar nach Olpe, um den Verkaufspreis zu spenden.
Die Wurst-Manager hatten es eilig. Kaum waren die „echten Sauerländer” aus Willingen zurückgekehrt, holte die Firma die Kostüme ab. Sie sollen noch in dieser Woche bei einer Fleisch-Messe in Wiesloch auf dem Stand des Finnentroper Familienunternehmens eingesetzt werden.