Falsch abgebogen

Um eines im Vorhinein klar zu stellen: Wir haben nichts gegen Belgien. Wir mögen die Menschen, die Pommes Frittes und die Waffeln. Ja auch dem belgischen Bier können wir einiges abgewinnen. Nur in einer Sache trauen wir den Belgiern nicht über den Weg: Beim Autofahren!

So belegt Belgien Platz 8 auf einer von der OECD erstellten Liste, die die gefährlichsten Orte für Autofahrer ausweist. Das ist wenig verwunderlich, wenn man sich mit dem belgischen Führerschein beschäftigt. Denn den gibt es erst seit 1977. Fahrer, die schon vorher über ein eigenes Auto verfügten, fahren noch heute ohne offiziellen Führerschein. Das heißt zwar nicht, dass sie nicht fahren können, aber bedeutet, dass im Straßenverkehr nicht immer alles so problemlos verläuft, wie es vorgesehen ist.

Daher dürfte auch die Gruppe belgischer Fans, die ihre Nationalmannschaft zum Qualifikationsspiel in Wales begleiten wollten, wenig überrascht gewesen sein, dass ihr Busfahrer ebenfalls einige Probleme beim Bedienen seines Gefährts hatte. Denn statt in die walisische Hauptstadt Cardiff, navigierte der überforderte Chauffeur die Truppe in das knapp 300 Kilometer entfernte Örtchen Wales im nördlichen England.

Die gute Nachricht: Es blieb für die falsch abgebogenen Fans noch genug Zeit, um im Eiltempo nach Cardiff zu reisen und das Spiel zu verfolgen. Die schlechte Nachricht: Belgien verlor mit 0:1.

An manchen Tagen bleibt man einfach besser zu Hause.