Ex-Schalker Büskens für immer in Fürth?

Ex-Schalker Mike Büskens kann sich vorstellen, noch lange in Fürt zu arbeiten.
Ex-Schalker Mike Büskens kann sich vorstellen, noch lange in Fürt zu arbeiten.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Ex-Schalker Mike Büskens ist in Fürth momentan glücklich. Obwohl der Fürth-Trainer zuletzt eine vorzeitige Vertragsverlängerung ablehnte, kann er sich vorstellen, dieser Aufgabe noch "zwei, drei Jahrzehnte" nachzugehen.

Fürth. Manchmal kommt Mike Büskens doch ins Grübeln. Wenn er aus Fürth zum großen bayerischen Nachbarn Bayern München blickt, beispielsweise. "Unser Etat liegt bei zwölf Millionen. Für 40 Millionen könnten wir als Verein drei Jahre locker bestehen. Und könnten noch vier Millionen spenden für einen guten Zweck", sagt er mit Blick auf den Transfer von Javier Martinez mit einem Lachen.

Büskens ist der Fürther Architekt des Aufstiegs

Der Erfolgstrainer des Aufsteigers Greuther Fürth weiß jedoch ganz genau, dass es gar nichts bringt, neidisch zum Fußball-Rekordmeister herüberzuschauen. Auch deshalb, weil er sich als Architekt des Aufstiegs der angeblich "Unaufsteigbaren" in Franken unsterblich gemacht hat. Angebote zu einer Rückkehr in seine Heimatregion - etwa zum 1. FC Köln - hatte er viele.

Schalke Dennoch bekennt sich Büskens vor dem Duell gegen die Fortuna aus seiner Heimat Düsseldorf am Dienstag (20.00 Uhr/ live im DerWesten-Ticker) zu seinem Arbeitgeber. "Ich lebe immer in der Gegenwart: Die bedeutet für mich Greuther Fürth und das mit voller Leidenschaft und ganzem Herzen. Wenn ich diese Aufgabe noch zwei, drei Jahrzehnte habe, ist es schön", sagte Büskens im Exklusivinterview mit der Nachrichtenagentur dapd.

Büskens lehnte eine vorzeitige Vertragsverlängerung in Fürth ab

Also für immer Fürth? Es scheint zumindest denkbar, auch wenn seine Familie vorerst weiter im Ruhrgebiet bleiben wird und der Coach eine vorzeitige Verlängerung seines 2013 auslaufenden Kontraktes in Fürth ablehnt. "Jetzt bin ich schon fast drei Jahre hier. Wir sind mit der Art und Weise, wie wir umgehen, sehr gut gefahren. Wir gehen immer Schritt für Schritt", sagte Büskens: "Wir wissen, was wir aneinander haben." Deshalb ist es für den im Trainerkarussell begehrten Mann auch kein Karriereziel, unbedingt einmal Trainer bei einem Verein in der Champions League zu sein. "Das ist nicht der größte Wunsch, und das schließe ich auch nicht in mein Abendgebet ein. Ich habe Spaß an meinem Job. Das ist entscheidend. Auf welcher Ebene spielt eine untergeordnete Rolle."

"Der Aufstieg war eine große Aufgabe. Drinzubleiben ist eine noch größere"

Schließlich war es vor fünf Jahren noch sein Ziel gewesen, "bis zur Rente die U23 von Schalke zu trainieren: Ich hätte mir damals nie vorstellen können, bei einem Bundesliga-Spiel auf der Trainerbank zu sitzen." Jetzt jedoch geht er voll in seiner Aufgabe in Fürth auf - obwohl er manchmal auch gern zumindest die finanziellen Möglichkeiten auf dem Transfermarkt wie der nächste Gegner Düsseldorf hätte.

Stimmen "Wenn wir hier in Fürth die kleinste siebenstellige Summe investieren wollen, da kriegen wir alle Schüttelfrost. Das ist die Realität und trotzdem müssen wir versuchen, in dieser Liga konkurrenzfähig zu bleiben", sagt Büskens: "Der Aufstieg war eine große Aufgabe. Drinzubleiben ist eine noch größere, der wir uns gern stellen." (dapd)