Essen jubelt über Einzug in DFB-Pokal

Essen..  Feiertag an der Essener Hafenstraße, Rot-Weiss Essen hat den Pott. Der Fußball-Regionalligist gewann das Finale im Verbandspokal (Niederrhein) vor 18 500 Zuschauern gegen Liga-Rivale Rot-Weiß Oberhausen mit 6:5 (0:0) nach Elfmeterschießen und zieht in die Hauptrunde des DFB-Pokals ein. Eine Garantiesumme von 135 000 Euro hat der Viertligist damit schon mal sicher. Doch der Erfolg rettet vor allem eine sportlich verkorkste Saison, in der Essen als Titelkandidat nach der Winterpause schmählich eingebrochen war. Am 10.Juni wird gelost - und natürlich träumen sie nun in Essen bereits von einem großen Gegner aus der Bundesliga.

Ein einziger Fehlschuss brachte die Entscheidung in diesem packenden Duell. Die Kontrahenten hatten 120 Minuten lang geackert, verbissen um einen kleinen Vorteil gekämpft. Vergeblich. „Wir haben uns zu wenige 100-prozentige Chancen herausgespielt“, fand RWO-Trainer Andreas Zimmermann. Die größte für RWO hatte Raphael Steinmetz, als er in der Nachspielzeit übers Tor köpfte (90.). Weil auch die Essener ihre Möglichkeiten durch Grund (41.) und Platzek (42./ 104.) verbaselten, ging es in die Lotterie vom Elfmeterpunkt.

RWE zielte verblüffend sicher, RWO zog nach. Essen erhöhte auf 6:5, doch Christoph Caspari scheiterte danach an Keeper Niclas Heimann. Aus. „Es war ein würdiges Finale“, strahlte RWE-Trainer Markus Reiter, der zugab, dass seine Spieler das Elfmeterschießen trainiert hatten. Lernfähig nennt man das wohl.