Erndtebrück im Pokal gegen SV Darmstadt

Erndtebrück/Reutlingen..  Die Reaktionen waren zunächst verhalten, leicht enttäuscht. Auf den zweiten Blick aber erkannten Spieler und Offizielle des designierten Oberliga-Meisters TuS Erndtebrück, dass ihr Los im DFB-Pokal so schlecht nicht ist. In der ersten Runde treffen die Siegerländer auf Darmstadt 98. „Es hätte attraktiver sein können, aber es ist ein Bundesligist“, meinte Abteilungsleiter Dirk Beitzel nach der Auslosung.

Die hatte weit nach 23 Uhr begonnen - doch direkt die erste Kugel, die Tennisspielerin Andrea Petkovic zog, war jene mit der Beschriftung „Meister der Oberliga Westfalen“. Das wird mit größter Wahrscheinlichkeit eben jener TuS Erndtebrück sein, der als Oberliga-Meister einen Platz im DFB-Pokal sicher hat.

„Es träumt jeder von Bayern oder Dortmund“, meinte Trainer Florian Schnorrenberg (Bild). „Aber Darmstadt ist nicht schlecht. Wir freuen uns einen Erstligisten begrüßen zu dürfen.“ Gespielt wird im August in Siegen, und Beitzel hofft auf Anhänger, die auch aus Darmstadt kommen. „Sie bringen viele Fans mit, es ist nicht so weit nach Siegen.“

Hinter den Erndtebrücker Spielern, die im Vereinsheim die Auslosung verfolgten, lag ein langer Abend. Um 19 Uhr war das Kreispokalfinale gegen den Bezirksligisten SF Birkelbach angepfiffen worden, das der TuS erst in der Verlängerung mit 3:1 gewinnen konnte. „Man hat heute gesehen, was im Fußball alles möglich ist“, meinte Kapitän Thomas Ziegler in Anspielung auf die Partie. „Wir werden gegen Darmstadt alles rausholen“, versprach er schon jetzt.