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Sportgeschichte: 08....

Ende einer Durststrecke

08.10.2008 | 00:01 Uhr
Ende einer Durststrecke

Nicht nur das Herz der Tifosi lachte heute vor acht Jahren: Michael Schumacher holte den ersten WM-Titel für Ferrari nach 21 Jahren. Der Formel-1-Triumph bedeutete das Ende einer langen Durststrecke.

Volksfeststimmung in den Straßen: Die Jubelbilder in Schumachers Heimat Kerpen glichen verblüffend den Feierlichkeiten in Maranello. Ein Fest ganz in Rot. Es war der dritte Formel-1-Titel für den deutschen Ausnahmefahrer, der nach einer Durststrecke von vier Jahren ohne Spitzenposition in der Gesamtwertung endlich das ambitionierte Ziel erreichte.

Schumachers starker Saisonstart

Am 8. Oktober 2000 holte Michael Schumacher beim Großen Preis von Japan die letzten noch fehlenden Punkte zum Gesamtsieg. Knapp vor dem McLaren-Mercedes-Piloten Mika Häkkinen, der sich auch in der Gesamtwertung mit dem Vize-Titel begnügen musste. Schumacher siegte nach 53 Runden in Suzuka.

Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen: verteilt über die gesamte Saison. Dabei erwischte der Ferrari-Pilot den besseren Saisonstart. Mit drei Siegen - in Melbourne, Sao Paulo und Imola - verschaffte sich Schumacher bereits ein komfortables Punktepolster auf Mika Häkkinen – der erst im dritten Rennen seine ersten WM-Punkte einheimsen konnte.

Von einer Vorentscheidung wollte der Kerpener aber nichts wissen. Mit Recht, wie der restliche Saisonverlauf zeigen sollte. Nach drei Ausfällen in Folge, darunter auch der Deutschland-Grand-Prix in Hockenheim, zog der Finne bis auf zwei Punkte an Schumacher heran. Beim anschließenden Großen Preis von Ungarn konnte er gar den Ferrari-Piloten in der Wertung überholen.

Erster Ferrari-Champ nach Jody Scheckter

In Monza folgte die Wende: Beim Heim-Grand-Prix in Italien siegte Schumacher souverän, auch bei den folgenden drei Rennen ließ er nichts anbrennen. Am 8. Oktober wurde Schumacher in Japan vorzeitig Weltmeister. Am Saisonende konnte sich der italienische Rennstall auch über den Gesamtsieg in der Konstrukteurswertung freuen. Ein Nachfolger als roter Held war endlich gefunden: Jody Scheckter war im Jahr 1979 schließlich der letzte Ferrari-Fahrer, der den WM-Gesamtsieg feiern durfte.

DerWesten

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