Ende der Doppelfunktion
26.05.2008 | 19:35 Uhr 2008-05-26T19:35:41+0200Dirk Bauermann gibt sein Traineramt in Bamberg auf und konzentriert sich zukünftig ausschließlich auf die Basketball-Nationalmannschaft
Bamberg. Dirk Bauermann wird künftig nur noch als Bundestrainer beim Deutschen Basketball Bund (DBB) tätig sein. Der mit neun Titeln erfolgreichste deutsche Vereinscoach beendete mit seinem Rücktritt beim Bundesligisten Brose Baskets Bamberg seine bisherige Doppelfunktion. "Die Grenze der persönlichen Belastbarkeit war erreicht. Außerdem stehen Aufgaben an, die für den deutschen Basketball so wichtig sind, dass sie ein 100-prozentiges Engagement erfordern, auch zeitlich", begründete der 50-Jährige seine Entscheidung.
Bei den Franken, die er seit 2001 insgesamt viermal ins Play-off-Finale geführt hatte, besaß er noch einen Vertrag bis 2009. In Kürze soll Bauermann einen langfristigen Fünf-Jahres-Kontrakt beim DBB unterschreiben, für den er seit 2003 in Personalunion als Chefcoach der Nationalmannschaft tätig ist. Dass Bamberg in der vergangenen Woche schon im Play-off-Viertelfinale an EWE Baskets Oldenburg scheiterte und damit den schlechtesten Saisonabschluss seit sechs Jahren beklagt, habe nichts mit seiner Entscheidung zu tun, so Bauermann: "Der Profisport funktioniert in Zyklen, nach dem letzten Spiel gegen Oldenburg habe ich jedoch gespürt, dass es das Ende eines Zyklus ist."
Als nächste große Aufgabe steht für den Basketball-Workaholic ab dem 21. Juni die Vorbereitung des Nationalteams auf das Qualifikationsturnier in Athen für die Olympischen Spiele auf dem Programm. "Nach Olympia kommt ein Neuaufbau der A-Nationalmannschaft der Männer auf uns zu, der sicher nicht einfach wird und einen langen Atem erfordert. Außerdem werde ich intensiv an den bestehenden Strukturen arbeiten und diese verbessern", erklärte der DBB-Coach.

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