Das aktuelle Wetter NRW 19°C
Eishockey

Zach: "Werde das Team nicht im Stich lassen"

20.10.2009 | 11:36 Uhr

Nachdem Hans Zach, Trainer der Hannover Scorpions, bereits mit seinem Rücktritt gedroht hatte, rudert er nun zurück. Er habe mit den Aussagen lediglich provozieren wollen.

Trainer Hans Zach von den Hannover Scorpions hat seine Rücktrittsgedanken nach dem Vier-Punkte-Wochenende seiner Mannschaft in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) wieder verworfen. "Die kämpfen und rackern und haben mir gezeigt, dass wir nach wie vor eine Einheit sind. Deshalb werde ich jetzt das Team nicht im Stich lassen", sagte der ehemalige Bundestrainer im Interview des Fachmagazins Eishockey-News.

Zach gab zu, dass er mit seiner öffentliche Rücktrittsdrohung die Spieler und Vereins-Verantwortlichen zu einer Reaktion provozieren wollte. "Natürlich war das meine Absicht. Von der Klubführung ist keine Reaktion gekommen; es wird keine neuen Spieler geben. Aber von der Mannschaft habe ich sehr wohl eine Reaktion gesehen", sagte der 60-Jährige.

Scorpions finanziell stark angeschlagen

Demnach bleibt es bei seinem ursprünglichen Plan, seine ruhmreiche Trainerkarriere erst nach der Saison zu beenden: "Ich sehe auch nicht ein, dass ich jetzt anderen einen Gefallen tue, wenn ich mit meinem Rücktritt helfe, Geld einzusparen."

Die finanziell schwer angeschlagenen Scorpions hatten vor der Saison namhafte Abgänge zu verzeichnen. Die Profis verzichteten kollektiv auf 15 Prozent ihres Gehalts, um den Klub am Leben zu erhalten.

"Unser Eishockey ist systematisch heruntergewirtschaftet worden"

Für Zach liegt das gesamte deutsche Eishockey am Boden: "Unser Eishockey ist in den letzten Jahren systematisch heruntergewirtschaftet worden." Zach hatte schon in der Vergangenheit immer wieder die mangelhafte Talentförderung als Grundübel für die Misere kritisiert: "Im europäischen Ausland, wie etwa in der Schweiz, lachen die Leute doch nur über unsere Liga."

DerWesten



Kommentare
Aus dem Ressort
Hock und Wolf kommen - Traumpaar bei großer Roosters-Party
Hock/Wolf
Die Iserlohn Roosters können auf ihrer Geburtstagsparty im Sauerlandpark Hemer ein Traumpaar begrüßen: Robert Hock und Michael Wolf haben zugesagt. Hock: „Ich freue mich auf das Wiedersehen mit den Fans, die mich über so viele Jahre immer wieder zu Topleistungen angespornt haben."
DEB: Finanzsituation schlimmer als erwartet
Eishockey
Die finanzielle Situation des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) ist schlimmer als erwartet.
Teamgeist soll den Roosters den Weg in die Top Ten ebnen
Ausblick
Am Anfang der nächsten Woche geht es erstmals aufs Eis für die Iserlohn Roosters. Noch gibt es eine offene Position im Sturm, aber auch schon die klare Zielsetzung, unter die besten Zehn der Liga zu kommen. Coach Pasanen: „Die Liga wird enger, jeder kann jeden schlagen.“
Mike York will mit den Iserlohn Roosters wieder angreifen
Roosters
Am Wochenende kommt der im Januar verletzte Spieler der Iserlohn Roosters, Mike York, zurück ins Sauerland, um mit seinem DEL-Team die Vorbereitung auf die neue Saison zu beginnen. Der Amerikaner hat sich fest vorgenommen, mit seiner Mannschaft erneut die Play-offs zu erreichen.
Leiden eines Profis - Stefan Ustorf lebt mit Schmerzen
Eishockey
Stefan Ustorf quält sich noch immer. Helles Licht, Lärm oder Menschenmassen verträgt der neue Sportdirektor der Eisbären Berlin auch zweieinhalb Jahre nach einem Check in einem Eishockey-Spiel nicht.
BVB-Kapitän
Sebastian Kehl ist als BVB-Kapitän abgetreten - wer soll sein Nachfolger werden?

Sebastian Kehl ist als BVB-Kapitän abgetreten - wer soll sein Nachfolger werden?

 
Fotos und Videos
Hamburg gleicht aus
Bildgalerie
Fotostrecke
Roosters souverän
Bildgalerie
Fotostrecke
Roosters gewinnen
Bildgalerie
Entscheidung in München
DEG Mitgliederversammlung
Bildgalerie
Fotostrecke