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Wolfsburg wehrt Augsburgs ersten Matchball ab

14.04.2010 | 22:03 Uhr

Der EHC Wolfsburg hat die Augsburger Panther mit einem Schützenfest geschockt und dadurch den Kampf um das zweite Endspiel-Ticket in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) noch einmal spannend gemacht. Die Niedersachsen gewannen im Play-off-Halbfinale am Mittwochabend das Heimspiel der "Best-of-five-Serie" gegen die Augsburger Panther 6:1 (1:1, 3:0, 2:0) und verkürzten auf 1:2.

Die Augsburger haben nun am kommenden Freitag (19.30 Uhr) in eigener Halle den zweiten Matchball. Für den Vorrunden-Achten wäre es der erste Finaleinzug der Vereinsgeschichte. Sollte Augsburg erneut patzen, käme es dann am Sonntag zum alles entscheidenden Spiel - allerdings beim Hauptrunden-Dritten Wolfsburg.

Dabei erwischten die Augsburger in Wolfsburg einen Start nach Maß. Tyler Beechey brachte die Panther nach zehn Minute in Führung. Doch dann standen die Gäste im Wolfsburger Sturmlauf auf verlorenem Posten.

Peter Sarno erzielte im ersten Drittel (16.) den Ausgleich, bevor es dann im mittleren Spielabschnitt Schlag auf Schlag ging: Sebastian Furchner (27.), Christopher Fischer (30.) und Kai Hospelt (33:04) drehten das Match. John Laliberte erhöhte im Schlussdrittel (42.) auf 5:1, Jan-Axel Alavaara machte schließlich das halbe Dutzend voll (55.).

<strong>Zachs Scorpions schon im Endspiel</strong>

Der erste Endspielteilnehmer steht schon fest. Die Hannover Scorpions, Mannschaft des ehemaligen Eishockey-Bundestrainers Hans Zach, greifen nach dem deutschen Meistertitel. Die Niedersachsen erreichten durch ein 5:4 (1:2, 2:2, 1:0, 1:0) nach Verlängerung im dritten Halbfinal-Spiel gegen den ERC Ingolstadt erstmals in der Vereinsgeschichte in die Endspiel-Serie.

Mit dem dritten Sieg beendeten die Scorpions das Halbfinale im Schnell-Durchgang und bewiesen nach einem zwischenzeitlichen 1:4-Rückstand zudem große Moral. Den vielumjubelten Siegtreffer erzielte Sascha Goc nach bereits 97 Sekunden der Verlängerung in Überzahl.

Für Hans Zach ist es die erste Endspiel-Teilnahme seit 2003, als er mit den Kölner Haien in der Finalserie gegen die Krefeld Pinguine verlor. "Ich freue mich für die Spieler und die Fans, dass sie so etwas Tolles erleben dürfen", sagte Zach.

Über seine eigene Rolle in Hannovers Erfolgsgeschichte spricht der 61-Jährige nicht gerne, doch er dürfte die Aussicht auf seinen möglichen vierten Meistertitel genießen. Den letzten hatte Zach vor 17 Jahren mit der Düsseldorfer EG geholt.

DerWesten

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