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Tschechien tröstet sich mit WM-Bronze

20.05.2012 | 17:29 Uhr
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Tschechien hat sich nach dem verpassten Endspiel bei der WM mit Bronze getröstet. Der zwölfmalige Weltmeister setzte sich im kleinen Finale gegen Finnland mit 3:2 durch.

Helsinki (SID) - Tschechien hat sich nach dem verpassten Endspiel bei der Eishockey-WM mit Bronze getröstet. Der zwölfmalige Weltmeister setzte sich im kleinen Finale gegen den entthronten Titelverteidiger Finnland mit 3:2 (3:1, 0:0, 0:1) durch und belegte bereits zum 21. Mal den dritten Platz in der WM-Endabrechnung. Auch im Vorjahr hatte der Olympiasieger von 1998 in der Slowakei Bronze gewonnen. Co-Gastgeber Finnland blieb dagegen auch bei seiner siebten Heim-WM ohne Medaille.

Die Tore für die Tschechen, die einen Tag zuvor durch das 1:3 im "Bruder-Duell" gegen Außenseiter Slowakei überraschend das Finale verspielt hatten, schossen Petr Prucha (13.), Jiri Novotny (18.) und David Krejci (20.). Für die Finnen waren Mika Pyorala (17.) und Jussi Jokinen (50.) erfolgreich.

"Es fühlt sich ziemlich gut an", sagte Tschechiens Torschütze Krejci, fügte aber auch an: "Die Niederlage gegen die Slowakei tut noch immer weh. Wir haben die Chance aufs Finale leichtfertig vergeben." Finnlands Kapitän Mikko Koivo meinte: "Wir wollten unseren Fans zum Abschluss alles zeigen, was wir können, aber so ist das nunmal im Sport."

Doch selbst Bronze hätte den Finnen wohl nicht über das verpasste Heim-Gold nach der 2:6-Pleite im Halbfinale gegen Rekordweltmeister Russland getröstet. Da eine Runde zuvor bereits der zweite Gastgeber Schweden ausgeschieden war, setzte sich der "Heimfluch" der WM-Ausrichter fort: Seit Russland 1986 ist es keiner Mannschaft mehr gelungen, Gold im eigenen Land zu gewinnen.

Entgegen aller Erwartungen lieferten sich beide Teams in der Hartwall Arena in Helsinki von Beginn an einen intensiven Fight um Bronze. Immer wieder gab es zwischen den Spielern kleinere Scharmützel, die Schiedsrichter hatten alle Hände voll zu tun, die erhitzten Gemüter zu beruhigen. Frei von taktischen Zwängen wurde auf dem Eis kein Puck verloren gegeben, die Tore durch viel Körpereinsatz regelrecht erzwungen.

Die Tschechen, die das deutsche Nationalteam im letzten Vorrundenspiel mit 8:1 vom Eis gefegt hatten, erwischten mit dem 1:0 durch Prucha den etwas besseren Start und ließen sich auch durch den schnellen Ausgleich nicht beirren. Vor allem das 3:1 durch Krejci nach feiner Vorarbeit von Ales Hemsky war sehenswert herausgespielt.

Das Mitteldrittel war nicht weniger hart umkämpft, allerdings gab es nicht mehr so viele Tormöglichkeiten wie noch in den ersten 20 Minuten. Im Schlussdrittel erhöhte der Gastgeber deutlich den Druck und kam verdient zum Anschlusstreffer. Plötzlich stand das mit einigen NHL-Stars besetzte Tschechien in der Defensive nicht mehr so sicher, rettete sich aber mit etwas Glück über die Zeit.

sid

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