„Wir können mit jedem mithalten“
24.09.2012 | 17:56 Uhr 2012-09-24T17:56:00+0200
Iserlohn. Es gibt Niederlagen, die sind absolut ärgerlich, weil sie unnötig sind. Aber es gibt auch Niederlagen, die man akzeptieren kann. Wie das sonntägliche 1:3 der Roosters gegen Köln nach einem von beiden Seiten gut und intensiv geführten Spiel.
„Es ist keine Schande, gegen diese Kölner zu verlieren“, kommentierte Trainer Doug Mason und verwies auf deren 4:0 in Wolfsburg 48 Stunden zuvor. Was freilich nicht bedeutet, dass er die zweite Heimniederlage unanalysiert abhakt. Chancenlos war sein Team nicht, aber viele Akteure haben noch Luft nach oben. Und vielfach entschieden Details. Ein Fehlpass, eine falsche Zuordnung, eine Unaufmerksamkeit. „Denn Eishockey ist ein Sport von Momenten“, beschreibt Mason das. Gepaart mit der Klasse des Gegners erschwere das natürlich die Erfolgsbemühungen.
Seine Aufgabe ist es daher, die eigene Mannschaft an solchen Vorbildern auszurichten. „Die Kölner machen so viel Druck. Wie ein Bienenschwarm. Da muss man ruhig bleiben“, beschreibt der Iserlohner Trainer das konsequente Attackieren der technisch zudem sehr starken Kölner. Das mache es den Gegenspielern sehr, sehr schwer. „Michael Wolf hat sich richtig kaputt gearbeitet“, zeigt er eine Wirkung auf. Dieses Konzept gehört auch zu seinem Plan. „Wir müssen immer mit einem Mann mehr am Gegner sein.“ Aber dabei gibt es noch Verbesserungspotenzial.
Ebenso ist die Abschlusseffektivität noch steigerungsfähig. Dass seine Mannschaft in den ersten 40 Minuten 33 Schüsse abfeuerte, ist für Mason „unglaublich“, aber es gab eben nur ein Tor durch Mike York, dessen Reihe mit Jeff Giuliano und Brendan Brooks er besonders lobte. Zwei Treffer in zwei Heimspielen sind schlichtweg zu wenig. „Wir müssen cooler am Tor sein und dürfen bei einem Gegentreffer nicht den Kopf hängen lassen.“ Das hat ihm vor allem beim 1:2 nicht gefallen.
Im Fokus standen natürlich die beiden aktuellsten Neuzugänge. „Mark Bell ist noch nicht fit genug und hat noch Schwierigkeiten beim Tempo. Und Collin Stuart hat die normalen Anpassungsschwierigkeiten, schließlich spielt er zum ersten Mal in Europa. Beide benötigen noch Zeit. Aber ich glaube an beide. Wir haben jetzt genügend Tiefe im Kader und können mit jedem mithalten. Ich habe nun so viel Vertrauen. Aber es gibt natürlich noch viel Arbeit.“
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