Whitmore und York sorgen für Jubel bei Iserlohn Roosters

Die Roosters (hier gegen Wolfsburg) halten weiter Kurs auf das Play-off-Viertelfinale.
Die Roosters (hier gegen Wolfsburg) halten weiter Kurs auf das Play-off-Viertelfinale.
Was wir bereits wissen
Die Iserlohn Roosters lagen bei den Kölner Haien 0:3 zurück, gewannen aber 4:3. Derek Whitmore und Mike York sorgten mit ihren Toren für den Sieg.

Köln.. Daniar Dshunussow, Derek Whitmore und Mike York - das waren die Matchwinner der Roosters in Köln. Während Iserlohns Nummer zwei ab dem 0:3 eine starke, fehlerfreie Partie absolvierte und damit den Grundstein für die Aufholjagd legte, sorgten die beiden Stürmer mit ihren wichtigen Toren für ein Happy-End in einem hart umkämpften Westderby.

Kölner Haie – Iserlohn Roosters 3:4 n. P. (1:0, 2:1, 0:2). Die Haie standen nach der Niederlage gegen Hamburg unter Zugzwang. In Erwartung eines anstürmenden Gegners startete das Pasanen-Team mit den Rückkehrern Nick Petersen und Colten Teubert defensiv ausgerichtet und ließ zunächst nichts anbrennen. Ab der siebten Minute zog Köln das Tempo etwas an, versuchte dabei über Distanzschüsse zum Erfolg zu kommen - was dank Mathias Lange im IEC-Kasten (noch) nicht fruchtete. Iserlohn zeigte eine solide Auswärtspartie, einzig die Torchancen fehlten. Das sollte sich rächen. Denn gleich die erste Überzahl nutzten die Haie. Nach einem Distanzschuss von Sebastian Uvira orientierten sich alle Iserlohner auf die rechte Seite, Alexander Sulzer hatte daher keine Mühe, die Scheibe in die freie Ecke einzunetzen. Köln erhöhte den Druck. Bei der nächsten Unterzahl blieb Iserlohns Goalie ebenfalls Sieger gegen John Tripp (16.). Sean Sullivan besaß die beste Chance im Auftaktdrittel (17.).

Mit zwei Powerplays starteten die Gäste in den zweiten Abschnitt, und die zweite Überzahl war wesentlich gefälliger. Aber auch hier sprang nicht mehr als ein Fernschuss von Ryan Button heraus. Offensiv fehlte die Durchschlagskraft - was nicht ohne Folgen blieb. Nachdem Chris Connolly eine Einzelaktion nicht verwerten konnte (27.), baute Köln im Gegenzug die Führung aus. Lüdemanns Schlagschuss wehrte Lange ab, beim Schuss von Nick Latta aus dem linken Bullykreis machte der Schlussmann eine unglückliche Figur.

Spielbericht Nur 73 Sekunden später zappelte die Scheibe wieder im Tor. Ohmann blieb zunächst an Lange hängen, reagierte aber schneller als Petersen und Button. Lange machte daraufhin Platz für Dshunussow. Gegen Weiß konnte sich der Back-up gleich beweisen, tankte Selbstvertrauen und verbuchte das nötige Glück für sich, als Stephens (33.) nach einem Konter vorbei zog und Andreas Holmqvist (36.) nur den Außenpfosten traf. Holmqvist kassierte kurz nach seiner Chance eine Strafe, die diesmal nicht ungenutzt verstrich. Whitmore verlängerte einen Schuss von Brent Raedeke. Sollte hier für die Roosters also doch noch etwas gehen?

Dshunussow als Turm in der Schlacht

Nach der zweiten Pause nahm Köln zunächst wieder das Heft in die Hand. Dshunussow verhinderte als Turm in der Schlacht einen höheren Rückstand. Stephens (41./44.), Chris Minard (42.) und Uvira (46.) verzweifelten am Keeper. Für die Roosters war also tatsächlich noch alles drin. Eine doppelte Überzahl nutzte Sullivan dann zum Anschlusstreffer. Ärgerlich war da nur der Bandencheck von Alex Foster gegen Torsten Ankert (52.). In der fünfminütigen Unterzahl zeigte Dshunussow gegen Philip Gogulla und Ryan Jones (54.) erneut seine Klasse. Keine Frage, die Roosters wollten die Kölnarena ungerupft verlassen.

Dann setzte Jari Pasanen alles auf eine Karte - mit Erfolg. Denn 54 Sekunden vor dem Ende bugsierte Mike York die Scheibe zum umjubelten Ausgleich durch die Schoner von KEC-Torwart Danny aus den Birken. Nach der torlosen Verlängerung bewies Dshunussow auch im Penaltyschießen Nervenstärke. Whitmore und York verwandelten eiskalt und sorgten mit dem Extrapunkt dafür, dass der IEC weiterhin Kurs auf die direkte Play-off-Qualifikation hält.