Tor zu den Play-offs steht für Roosters sperrangelweit offen

Zwei Tore für die Iserlohn Roosters erzielte Chris Connolly.
Zwei Tore für die Iserlohn Roosters erzielte Chris Connolly.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Türöffner in Schwenningen war Chris Connolly mit einem Doppelschlag im ersten Drittel. Am Ende siegte Iserlohn mit 3:1 (2:1, 0:0, 1:0).

Schwennigen.. Die Geschichte hat sich diesmal nicht wiederholt. Nach dem Erfolg über Spitzenreiter Mannheim ließen sich die Iserlohner zwei Tage später nicht wieder – wie schon dreimal in dieser Saison passiert – vom Schlusslicht heimleuchten, sondern feierten in Schwenningen mit einem verdienten 3:1 den dritten Sieg in Serie. Damit stößt der IEC vor der Länderspielpause das Tor zu den Play-offs sperrangelweit auf. Türöffner in Schwenningen war Chris Connolly im ersten Drittel.

Die Iserlohner benötigen eine gewisse Anlaufzeit, um in die Partie zu finden. Die ersten Minuten waren hüben wie drüben zerfahren, auch wenn die Roosters den Gegner scheinbar kontrollierten, spielerisch besaßen sie ohnehin klare Vorteile. Allerdings fehlte ihnen der Offensivschwung. Das änderte sich aber Mitte des ersten Drittels. Die Roosters erhöhten den Druck und gingen durch einen Doppelschlag von Chris Connelly binnen 81 Sekunden mit 2:0 in Führung. In Überzahl überwand der Kanadier Schwenningens starken Keeper Dimitri Pätzold zum ersten Mal (11.), wenig später war er im Nachsetzen abermals erfolgreich. Zuvor scheiterten Chad Bassen und Boris Blank (13.).

Diese beiden Treffer beflügelten die Iserlohner, die mehrfach die Führung hätten ausbauen können, aber Pätzold hielt seine Farben im Spiel. Statt dessen fiel wie aus dem Nichts der Anschlusstreffer. Thomas Pielmeier düpierte mit einem harmlosen Schuss von der Bande aus Iserlohns unkonzentriert wirkenden Torsteher Mathias Lange – ein Glückstreffer, der den Wild Wings neue Hoffnung einhauchte.

„Wir hatten den Gegner im Griff und bringen ihn durch ein dummes Gegentor wieder ins Spiel“, ärgerte sich Co-Trainer Jamie Bartmann über den Treffer und über einen zweiten Durchgang, in dem der IEC den Wild Wings bisweilen zu viel Platz ließ und kurz nach Ende der ersten Pause fast den Ausgleich kassierten hätte.

Bernhard Keil versagten jedoch allein vor Lange die Nerven (24. ). Die Gäste agierten manchmal zu passiv, versuchten das Ergebnis zu verteidigen. Für Iserlohns Trainer Jari Pasanen war das verletzungsbedingte Ausscheiden von Schwenningens Sascha Goc letztlich die Schlüsselszene in dieser Partie. Der Verteidiger bekam nach einem Schuss von Colten Teubert den Puck ins Gesicht (25.). Den Ausfall konnte das Schlusslicht nicht kompensieren, obwohl vom Ergebnis her noch alles drin war.

Das lag aber auch an den Roosters, die es versäumten, nachzulegen. Connolly scheiterte an Pätzold (27.), ebenso Dylan Wruck und Brent Raedeke in Überzahl (33.). Diese Nachlässigkeiten wären beinahe bestraft worden, als die Schwenninger einen Konter „drei gegen eins“ fuhren, die Scheibe aber nicht im Iserlohner Gehäuse unterbringen konnten.

Mit zunehmender Spieldauer ließ bei den Gastgebern schließlich die Kraft nach. Als Marko Friedrich 177 Sekunden nach Beginn des letzten Abschnitts auf 3:1 erhöhte, war die Entscheidung gefallen. Iserlohn brachte nun das Ergebnis mühelos über die Zeit und hätte den Vorsprung noch ausbauen könne. Schwenningen steckte zwar nicht auf, holte in den Schlussminuten auch Keeper Pätzold zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis, doch gefährden konnten sie die Gäste nicht mehr. Die festigen mit diesem Sieg den fünften Tabellenplatz und konnten den Vorsprung auf Rang sieben sogar noch ausbauen.