Roosters verlieren das Spiel und Torhüter Caron
31.01.2012 | 22:52 Uhr 2012-01-31T22:52:00+0100
Krefeld.Die Personalsituation hatte sich schon unmittelbar vor dem Match verschlechtert. Denn neben Jeff Giuliano fiel kurzfristig auch Michael Hackert (Magen-Darm) aus. Dafür feierte Thomas Holzmann nach monatelanger Verletzungspause sein Comeback. Ungeachtet dessen dominierten die Gäste zunächst. Aber die Scheibe fand den Weg nicht in das Tor. Das machten die mit dem Rücken zur Wand stehenden Rheinländer besser. Denn nach einer Bankstrafe wegen eines Wechselfehlers nutzten sie die Überzahl. Ein Schuss von Pascal Trépanier wurde unglücklich von Lasse Kopitz abgefälscht, Francois Méthot hatte freie Bahn (15.). Dieses 1:0 verlieh den Gastgebern Sicherheit, unterdessen war es mit der Iserlohner Dominanz vorbei, die auch eine Überzahlsituation nach Beginn des Mitteldrittels nicht nutzen konnten, die beste Gelegenheit hatte der angeschlagene Sean Blanchard.
Ersatztorwart Siekmann muss zwischen die Pfosten
Und es sollte weiter äußerst unglücklich für sie in diesem Mittelabschnitt laufen. Zunächst wurden sehr gute Chancen vergeben. Nach Klassevorlage von York verpasste Colton Fretter (25.). Anschließend besaß Dave Spina zwei „Hundertprozentige“, in Unterzahl (30.) und in Überzahl (32.). Aber bei Scott Langkow war Endstation.
Dann kam es richtig knüppeldick. Innerhalb von 50 Sekunden schlugen die Pinguine zweimal zu. Zunächst ermöglichte ein unnötiger Scheibenverlust von Kopitz in der eigenen Zone das 2:0 durch Richard Pavlikovsky. Und 50 Sekunden später sorgte ein völlig ungewohnter, später erklärbarer Fehler von Torhüter Sébastien Caron für das 0:3 durch Daniel Pietta (34.). Glück hatten die Iserlohner dann, als Blanchard fast ein Eigentor produziert hätte. Unmittelbar danach folgte eine weitere, höchst merkwürdige Reaktion des Goalies, als er nahezu grußlos in der Kabine verschwand. Die Erklärung: Im ersten Drittel war der Schlussmann nach einem ungeahndeten Check von Andreas Driendl mit dem Hinterkopf aufgeschlagen. Schon in der Pause hatte er über Übelkeit geklagt, nun ging es nicht mehr. Tim Siekmann rückte zwischen die Pfosten, zudem wurde der erst am Wochenende verpflichtete Tero Leinonen nach Iserlohn beordert.
York gleicht für die Roosters aus
Die Roosters starteten nach dieser turbulenten Phase die Flucht nach vorne und kamen nur Sekunden nach dem Torhüterwechsel zum ersten Treffer. Nach einer herrlichen Einzelaktion von York brachte der offenbar von den Nürnberg Ice Tigers umworbene Mark Ardelan die Scheibe im Nachschuss im Tor unter (37.) - das Signal zur Aufholjagd. Innerhalb von knapp vier Minuten glichen die Sauerländer aus. Robert Hock erzielte aus dem Gewühl heraus den Anschlusstreffer, dann zog York nach einem Bullygewinn von Tobias Wörle direkt ab - das Spiel war wieder völlig offen (47.). Jetzt war der IEC klar am Drücker, musste aber das vierte Gegentor durch Daniel Pietta nach einer Unaufmerksamkeit der Defensive schlucken (51.). Turbulent verlief die Schlussphase, als die Roosters ihren Goalie herausnahmen und sich im KEV-Drittel festsetzten, aber nicht mehr zum Ausgleich kamen.
17:15
DEL-Schiris müssen alle zum Sehtest und Piechaczek hat gemogelt. Die Krefelder "Holzhackerbuam" können sich wirklich über die schlechten Augen solcher Refs freuen, der diese bei mehreren überharten Attacken der Krefelder noch großzügig schloss. Es ist nicht das erste Mal, das Piechaczek (gegen Iserlohn) brutale Fouls der Heimmannschaft nicht ahndet. Vor einigen Jahren, als Ryan Ramsey (damals DEG), Rooster Jimmy Roy, in einer "Open-Ice-Situation" niederstreckte, wollte exakt dieser sogenannte Schiri auch kein Foul gesehen haben, obwohl Roy mit einer Platzwunde am Kopf vom Eis ging.
Gestern lässt er einen klaren Cross-Check gegen den Torwart der Roosters ebenfalls ungestraft, wie auch ein späteres Foul gegen Robert Hock. Als dieser, mit Schmerzen wieder aufstand, erhielt er 2 Minuten, wegen "Spielen mit unkorrekter Ausrüstung", weil der Kinnriemen seines Helmes offen war. Ein Witz!