Roosters-Trainer Pasanen muss weiter improvisieren

Die Roosters wollen wie schon im ersten Heimduell auch an diesem Freitag Straubing bezwingen.
Die Roosters wollen wie schon im ersten Heimduell auch an diesem Freitag Straubing bezwingen.
Foto: IKZ/Michael May
Was wir bereits wissen
Neun Spiele haben die Roosters in den vergangenen 19 Tagen absolviert - und müssen in den kommenden Tagen noch gegen Straubing und Wolfsburg ran.

Iserlohn.. Die Strapazen der letzten Wochen zeigen bei den Roosters nun doch Spuren. „Erstmals haben die Spieler gesagt, dass sie müde sind“, berichtet Trainer Jari Pasanen aus der Kabine. Und deshalb werden die Verantwortlichen nach Abschluss einer weiteren englischen Woche an diesem Sonntag tief durchatmen, den Spielern werden dann zwei freie Tage gegönnt. Zuvor aber müssen noch einmal alle Kräfte mobilisiert werden. An diesem Freitag muss in eigener Halle die Hürde Straubing genommen werden, dann geht es nach Wolfsburg.

Neun Spiele haben die Iserlohner in den letzten 19 Tagen absolviert, und das mit einem stets dezimierten Aufgebot. „Suboptimal“, beschreibt der Trainer diese Personalsituation. Dass die Roosters dennoch auf Platz fünf stehen, darf deshalb durchaus als sensationell bezeichnet werden. „Bisher haben wir das alles recht gut weggesteckt“, stellt Pasanen dem Team eine gute Physis aus, „aber natürlich ist man nicht mehr so spritzig.“ Und auch mental werde es nicht einfacher. Doch schließlich gelte das natürlich auch für die Konkurrenz.

Aktuell fühlt sich Pasanen nicht nur als Coach, sondern auch ein wenig als „Jongleur“ - das sagt er mit Blick auf die sich ständig auch kurzfristig ändernden Personalia, was zwangsläufig immer wieder zu Umstellungen führt. So auch vor diesem Wochenende. Denn es ist unklar, ob der erkrankte Kevin Lavallée gegen Straubing auflaufen kann. Kann er spielen, wird Ryan Button den Sturm komplettieren, weil Dieter Orendorz, der sich in Ingolstadt am Bein verletzt hatte, wieder fit ist. „Deutsche Eiche“, kommentierte der Youngster lässig.

Jeff Giuliano wird wohl nicht mehr spielen

Definitiv ist, wie berichtet, der langfristige Ausfall eines Quartetts, so dass der Transfermarkt weiter sondiert wird. Wohl nicht mehr spielen wird Jeff Giuliano. Denkbar ist sogar, dass der Stürmer in den nächsten Wochen zurück nach Nordamerika kehren wird. Wohl noch zwei Wochen muss Brodie Dupont wegen einer Verletzung aussetzen, seine körperliche Präsenz fehlt. Noch drei Wochen dürften Collin Danielsmeier (Handverletzung) und Derek Whitmore (Fußbruch), der zwölf Tore erzielt hat, ausfallen.

Eishockey Nicht „jonglieren“ muss der Trainer auf der Torhüterposition, Mathias Lange ist die klare Nummer eins, er entscheidet, wann er eine Pause benötigt. Und bis jetzt fühlt sich Lange fit. Somit wird er auch am Sonntag in Wolfsburg spielen, also beim Ex-Klub seines Stellvertreters Daniar Dshunussow. Pasanen hält ohnehin nichts davon, den Ersatzmann zu bringen, nur weil es gegen dessen ehemaligen Arbeitgeber geht: „Das würde den Druck auf Daniar doch nur erhöhen.“

Tigers haben sich deutlich gesteigert

Wenn die Straubing Tigers an diesem Freitag ihre Visitenkarte in Iserlohn abgeben, treten die Bayern zwar weiterhin als Schlusslicht an. Aber sie haben sich nach der Verpflichtung von Trainer Larry Mitchell (Augsburg) deutlich gesteigert. Aus den letzten sechs Spielen holten sie zwölf Punkte, die letzten vier Heimspiele wurden gewonnen. „Für die Spieler geht es nun auch um neue Verträge“, weiß Pasanen um eine zusätzliche Motivation. „Die sind so stark wie ihre letzten Ergebnisse“, verweist er auf das souveräne 6:3 gegen Hamburg oder die knappe Niederlage in Köln.

Beim sonntäglichen Gastgeber Wolfsburg, mit fünf Punkten Rückstand auf Iserlohn Siebter, läuft es, anders als in Straubing, in eigener Halle derzeit weniger rund. Dreimal in Folge verloren die Niedersachsen auf eigenem Eis , was den IEC allerdings keinesfalls zwangsläufig in die Favoritenrolle rückt.