Roosters stehen im Playoff-Kampf unter Dauerdruck - Sorge um Giuliano

Nach dem Duell mit Berlin steht für die Roosters das Spiel in Krefeld auf dem Programm.
Nach dem Duell mit Berlin steht für die Roosters das Spiel in Krefeld auf dem Programm.
Foto: IKZ
Im Kampf um die Playoffs will Eishockey-Bundesligist Iserlohn Roosters in jedem Spiel an die Grenzen gehen. Doch das Team muss Ausfälle kompensieren.

Iserlohn.. Keine Zeit, den 5:3-Heimsieg gegen die Eisbären Berlin auszukosten, bleibt den Iserlohn Roosters. Denn die DEL geht in eine weitere englische Woche. Schon an diesem Dienstag müssen die Roosters in Krefeld ran. Und inzwischen richtet auch Trainer Jari Pasanen nun häufiger den Blick auf die Tabelle.

„Es ist schon ein Unterschied, ob wir zwölf Punkte oder sechs Punkte vor Krefeld stehen“, sagt er. Derzeit liegen die Rheinländer, die zuletzt mit einem Sieg in Ingolstadt überraschten, als Elfter neun Punkte hinter dem IEC, sie sind also einer jener zahlreichen Mitstreiter im Kampf um die Play-offs. Sollten die Roosters also voll punkten und den Abstand auf zwölf Zähler vergrößern, müsste der KEV von den dann noch verbleibenden 19 Spielen vier mehr mit voller Punktzahl gewinnen als die Roosters. Das wäre für den IEC zwar noch nicht einmal die halbe Miete, aber durchaus angenehm. Andersherum: Geht Iserlohn heute komplett leer aus, würden sich Krefelds Aktien wieder deutlich verbessern.

Giuliano könnte gar das Karriereende drohen

Deshalb sagt Pasanen auch: „Wir müssen alles versuchen, in Krefeld zu punkten. Aber wer in Ingolstadt gewinnt, ist nicht schlecht.“ Dass das Adduono-Team, das zuletzt zwei Heimniederlagen kassierte, nahezu komplett ist, erleichtert die Aufgabe keinesfalls. Zumal die Waldstädter weiterhin dezimiert antreten müssen. Jeff Giuliano, Collin Danielsmeier und Derek Whitmore fehlen definitiv, möglich ist allerdings die Rückkehr von Verteidiger Ryan Button, der zuletzt wegen einer Erkältung fehlte.

Für die Zukunft von Giuliano zeichnet sich derzeit keine günstige Perspektive ab. Pasanen: „Es sieht allmählich schlecht aus.“ Der Stürmer ist noch immer nicht fähig, am Training teilzunehmen, weil die gesamte Nacken-Muskulatur nicht richtig funktioniert. „Eine Schädigung des Gehirns gibt es aber nicht“, berichtet Pasanen wenigstens von einem positiven Aspekt. Aber ein Karriereende des Stürmers ist momentan zumindest nicht auszuschließen.

Letzter Auswärtssieg gelang Roosters am 16. November

Pasanen weiß, was seine Spieler derzeit leisten und zollt ihnen dafür großen Respekt. „Jeder muss in jedem Spiel an seine Grenzen gehen, sonst haben wir keine Chance“, verweist er auf die in der Regel größere Qualität der Gegner, wie zuletzt Berlin oder München. Er weiß aber auch: „Das ist mental sehr, sehr schwierig.“ Aber nur „gut“ reiche nicht aus, „wir müssen immer Topleistungen bringen.“

In eigener Halle hat das zuletzt gut geklappt, sechs Mal in Serie wurde am Seilersee gewonnen. Dieser Ausbeute steht allerdings die Negativbilanz auf fremdem Eis gegenüber. Der letzte Auswärtssieg datiert vom 16. November beim 4:1 in Augsburg, seitdem gelang in sechs Auswärtspartien nur ein Punktgewinn. Dass die Leistungen dabei allerdings keinesfalls enttäuschend waren, verleiht Pasanen Zuversicht, endlich auch auswärts wieder zu punkten.

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