Roosters müssen gegen Ice Tigers die Konzentration wahren

Mike York und Co. hoffen auf den ersten Saisonsieg gegen Nürnberg.
Mike York und Co. hoffen auf den ersten Saisonsieg gegen Nürnberg.
Foto: Michael May IKZ
Was wir bereits wissen
Am Freitag geht es für die Iserlohner Roosters gegen die Thomas Sabo Ice Tigers - das einzige Team, gegen das sie noch nicht gewinnen konnten.

Iserlohn.. Mit diesem Gegner haben die Iserlohner Roosters noch eine Rechnung offen. Denn die Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg, die an diesem Freitag am Seilersee antreten, sind das einzige Team, gegen die Sauerländer in dieser Saison noch nicht gewinnen konnten. Zwei Punkte gab es aus den drei bisherigen Vergleichen. Da sieht die Bilanz 2014/15 gegen den sonntäglichen Gastgeber Hamburg mit zwei Siegen und fünf Zählern besser aus.

Aber an diesem Wochenende, das eine weitere englische Woche mit dem Heimspiel gegen Krefeld am Dienstag einläutet, stellen sich die personellen Rahmenbedingungen einmal mehr denkbar ungünstig dar. Denn zu den Langzeitausfällen gesellt sich nun auch Richard Jares, der sich nach dem rüden Check des Augsburgers Daniel Weiß zwei Bänder in der Schulter gerissen hat und wohl bis zur Länderspielpause ausfällt. „Viel zu niedrig“, kommentiert IEC-Trainer Jari Pasanen daher die Sechs-Spiele-Sperre des Augsburgers.

Für Danielsmeier ist der Puck noch eckig

Außerdem muss am Wochenende der gesperrte Brodie Dupont ersetzt werden. Der ist einer der physischsten Spieler, der auch vor dem gegnerischen Tor so konsequent wie kaum ein anderer arbeitet. Weil er fehlt, müssen die Außenstürmer der drei Angriffsreihen in dieser Zwei-Drittel-Formation rotieren.

Zwar stellt sich Collin Danielsmeier nach langer Verletzung wieder in den Dienst der Mannschaft, aber „für ihn dürfte der Puck noch eckig sein“, formuliert Pasanen den Zustand des Ur-Roosters. Denn es fehlt ihm Spielpraxis, zudem bereitet ihm seine Handverletzung immer noch Schmerzen und hemmt die Beweglichkeit. „Fünfundsiebzig Prozent der Profis wurden nicht spielen, wir sind ihm dankbar, Collin hat Charakter“, lobt der Trainer die Einstellung. Danielsmeiers wird in der Abwehr zum Zuge kommen. „Aber es ist, wie es ist“, will Pasanen nicht lamentieren, weil ihm nur ein Rumpfaufgebot mit zudem noch angeschlagenen Spielern zur Verfügung steht und dass an diesem Wochenende wohl kein Neuzugang zum Team stoßen wird. Eishockey

Pleite überschattet die Gala gegen DEG

Wichtig wird in beiden Spielen sein, dass die Roosters aus den Fehlern der immer noch nachwirkenden 4:7-Pleite in Augsburg lernen, die die 8:1-Gala gegen die DEG in den Hintergrund gestellt hat. „Ein Spiel kann jederzeit kippen“, wird Pasanen nicht müde, seine Spieler zu warnen. „Einige haben das wohl nicht geglaubt. Aber jeder Moment zählt“, fordert er kein Nachlassen in der Konzentration. Das sei auch keine Frage der Kondition. „Wir dürfen den Gegner eben nicht einladen. Ich hoffe, alle haben gemerkt, dass es so nicht geht.“ Eishockey

Zumal sich die Gäste klar im Aufwind befinden. Denn immerhin gewannen sie vier der letzten fünf Spiele. Allerdings: Von den letzten zehn Auswärtspartien wurde nur eine gewonnen. „Nürnberg ist eine topbesetzte Mannschaft. Und nach dem Trainerwechsel haben sie taktisch umgestellt. Sie greifen früh mit drei, vier Spielern an und spielen kein Hurra-Eishockey mehr“, beschreibt Pasanen den um sechs Punkte schwächeren Tabellenneunten, der derzeit auf den Ex-Iserlohner Andreas Jenike im Tor setzt, er vertritt den angeschlagenen Jochen Reimer.

Auf Play-off-Kurs steuern die Hamburg Freezers, die aber als Vierter mit nur vier Zählern Vorsprung auf den IEC (und einem Spiel mehr) noch in Reichweite der Sauerländer liegen und zuletzt aus sechs Spielen nur einen Sieg geholt haben.