Roosters-Klubchef Brück sucht Dialog mit den Fans
15.02.2012 | 17:26 Uhr 2012-02-15T17:26:00+0100
Iserlohn.Von diesem Spiel sollte ein Signal für den Endspurt ausgehen, aber am Ende eines in jeder Hinsicht ernüchternden Eishockey-Abends stand für die Iserlohn Roosters ein 0:3 gegen Augsburg zu Buche und überdies ein Disput mit den eigenen Fans.
„Ihr macht euch lächerlich“, lautete ihr Kommentar auf die Durchsage zu Beginn des letzten Drittels, doch bitte schön keine Spruchbänder („Meister im Schönfärben bekannter Probleme“/„Sportliche Leitung hinterfragen“) mehr auf der Tribüne auszurollen. Nach dem Spiel bemühte sich Klubchef Wolfgang Brück umgehend, die Wogen zu glätten. Via Vereins-Homepage (eine offizielle Mitteilung des Vereins gab es nicht) ließ er verlauten, dass die Durchsage unglücklich gewesen sei und besser unterblieben wäre.
„Das war eindeutig der falsche Weg.“ Im Vorfeld des Spiels drang zur Roosters-Geschäftsstelle durch, dass Unmutsäußerungen bestimmter Fankreise geplant waren. „Damit habe ich auch überhaupt keine Probleme. Jeder hat das Recht, seine Meinung zu äußern“, sagte Brück. Er will noch vor dem nächsten Heimspiel am Sonntag gegen Hannover den Dialog mit den Fans unterschiedlicher Gruppierungen suchen und sich ihre Auffassung anhören.
Brück hofft auf mehr Unterstützung von den Rängen
Der Klubchef betonte, dass eine Stimmung wie am Dienstag vor allem dem Gegner nutze und hofft in den letzten vier Heimspielen auf mehr Unterstützung von den Rängen. „Aber dabei ist die Mannschaft in der Bringschuld. Sie muss mit hoher Intensität und Leidenschaft spielen, und ich erwarte in den nächsten Spielen einfach einen anderen Auftritt als gegen Augsburg.“
Die Roosters gingen mit dem 0:8-Debakel in Wolfsburg in die Pause und kamen mit dem 0:3 gegen Augsburg wieder heraus. Trotz der peinlichen Auswärtsschlappe durften die Spieler ungekürzten Urlaub genießen, und angeschlagene Akteure flogen nach Nordamerika, anstatt vor Ort ihre Blessuren therapieren zu lassen. Die Roosters auf einer Wohlfühloase? Wolfgang Brück: „Sanktionen wären nach der Niederlage in Wolfsburg eine sehr populistische Maßnahme gewesen. Aber Lob und Tadel sind die Sache von Trainer und Manager. Das ist nicht meine Aufgabe, und ich werde auch meine Meinung dazu nicht öffentlich äußern.“ Der Klubchef weiter: „Ich erwarte von der Mannschaft jetzt einfach leidenschaftliche Auftritte, und das muss die sportliche Leitung gewährleisten. Wie sie es macht, ist mir egal.“
Roosters-Trainer Mason widmet sich nächster Aufgabe
Trainer Doug Mason sah am Tag nach dem 0:3 davon ab, die Peitsche zu schwingen. „Wir haben nicht schlecht gespielt aber keine Tore geschossen.“ Von einer intensiven Rückblende auf Augsburg hält er jedoch nichts und widmet sich lieber der nächsten Aufgabe in München. „Es ist jetzt wie in den Play-offs. Wenn ein Spiel verloren ist, muss man das sofort abhaken und daran arbeiten, dass man das nächste gewinnt.“
13:39
Es ist schon traurig mit den Roosters.
Wenn man kämpft und dann verliert, ist es OK, aber es gibt Leute in der Mannschaft, die nur Alibihockey spielen.
Man sollte nicht den Fehler machen und diesen Umgang mit den eigenen Fans durchziehen.
Die Leute die in die Halle kommen bezahlen viel Geld für nur gelegendlich gutes Eishockey.
Wenn sie dann noch ihren Unmut Luft machen wollen, sollen sie noch daran gehindert werden?
Spätestens am Sonntag ist ein Rooster Heimsieg Pflicht!
12:17
Es ist mir schlerhaft wie ein Trainer selbst so ein schlechtes Spiel gut reden kann. Es war lediglich das erste Drittel ansprechend. Aber keine Tore. Aber um einen Gegner, der wahrlich nicht sonderlich gut war, in die Knie zu zwingen bedarf es schon einer guten Leistung über 3 Drittel. Das kann man doch nicht wrklich schön reden. Ein emotionsloser Trainer war auf der Bank zu sehen. Im ganzen letzten Drittel mit Händen in der Hosentasche über die Bank zu spazieren war schon ein schlechter Auftritt. Man muss ja nicht rum hüpfen wie ein HB-Männchen, aber die Körpersprache und die Emotionen eines Trainers sind hier doch gefragt. Und dann den Torwart bei Puckbesitz von Augsburg vom Eis zu winken ist dann der Gipfel. Und was die Durchsage betrifft war es das Todesurteil für dieses Spiel. Und ich werde trotzdem am Sonntag auf der Tribüne Platz nehmen und die Roosters unterstützen. Ich hoffe das die Mannschaft sich selbst aus dem Sumpf zieht, denn vom Trainer erwarte ich nicht mehr allzu viel.