Roosters haben nun zwölf Punkte Vorsprung auf Rang 11

Die Roosters setzten sich mit 4:2 in Krefeld durch.
Die Roosters setzten sich mit 4:2 in Krefeld durch.
Foto: IKZ/Michael May
Was wir bereits wissen
Die Iserlohn Roosters stoppen ihre Auswärtsnegativserie dank eines 4:2-Siegs bei den Krefelder Pinguinen und gehen als Sechster ins neue Jahr

Krefeld.. Der „Auswärtsfluch“ ist beendet! Zum Jahresabschluss beendeten die Roosters ihre Serie von sechs Niederlagen in Folge und landen bei einem direkten Konkurrenten einen wichtigen Sieg. Als Sechster haben sie nun einen komfortablen Zwölf-Punkte-Vorsprung auf den Elften Krefeld.


Krefeld Pinguine – Iserlohn Roosters 2:4 (1:2, 0:1, 1:1). Ganz im Stile eines Gastgebers machte Krefeld in den ersten beiden Wechseln ordentlich Druck. Die gefährlichste Szene in dieser Phase verbuchte Marcel Müller, als er frei an IEC-Torwart Mathias Lange scheiterte (3.). Danach wendete sich das Blatt zugunsten der Sauerländer. Boris Blank, an alter Wirkungsstätte immer besonders motiviert, prüfte Goalie Tomas Duba gleich zu Beginn der ersten Überzahlsituation. Die Roosters blieben dran, weil bei Krefeld nicht viel zusammenlief. Begünstigt durch die Unordnung in der Defensive bediente Brent Raedeke wie aus dem Lehrbuch Marko Friedrich, der die Scheibe nur noch ins leere KEV-Gehäuse einschieben brauchte (8.).

Bezeichnend für das Krefelder Durcheinander war auch die Szene nach einem Bully, als Oliver Mebus einen Schuss von Kevin Lavallée an die eigene Latte ablenkte und der Puck nur neben dem Tor (9.) liegen blieb. Mehr Glück hatte der IEC bei der nächsten Überzahl. Eine schöne Kombination mit Brodie Dupont und Brooks Macek schloss Blank zum 2:0 ab (12.). Im Gegensatz zu den vergangenen Auswärtspartien schien es nun im ersten Drittel bei den Roosters zu laufen. Doch Krefeld steckte nicht auf. Nach einem Fehlpass von Nicholas Petersen in der offensiven Zone verhinderte Lange zunächst gegen David Fischer den Anschlusstreffer und hatte zudem Glück, dass Martin Schymainski im Nachsetzen am leeren Tor vorbei zielte (14.).

Initialzündung bei den Pinguinen

Diese Szene wirkte aber wie eine Initialzündung bei den Rheinländern. Fortan stand der IEC deutlich mehr unter Druck und produzierte dabei Fehler – mit Folgen. Nach Chris Connollys haarsträubendem Fehlpass direkt auf die Kelle von Müller parierte Lange zunächst (15.). Wenig später leitete Dupont mit einem Puckverlust in der KEV-Zone das 1:2 ein. Robin Weihager leitete die Scheibe an Adam Courchaine weiter, der bei Lavallée nur auf halbherzige Gegenwehr stieß und Lange mühelos aussteigen ließ. Warum ließ sich das Pasanen-Team so leicht das Heft aus der Hand nehmen?

Nach der ersten Pause machten die Hausherren weiter ordentlich Druck. Doch spätestens bei Lange war für die Schwarz-Gelben Endstation, wie für Courchaine (23.), István Sofron und Joel Perrault zwei Minuten später. Die Roosters versuchten sich, aus der Krefelder Umklammerung zu lösen. Offensiv gelang dabei nur wenig. Lediglich Macek und Raedeke besaßen nennenswerte Möglichkeiten (37.). Dank Langes Klasseleistung blieben der IEC aber vorn. Und das sollte sich auszahlen. Als Tyler Beechey seine zweite Strafe absaß, vollendete Macek ein tolles Zusammenspiel mit dem starken Raedeke und Sullivan zum 3:1 (38.). Ein zu diesem Zeitpunkt aus IEC-Sicht schmeichelhaftes Ergebnis.

Roosters ließen sich nicht beeindrucken

Für den Schlussabschnitt appellierte Schymainski an seine Teamkollegen, dass man „sich nun den Arsch aufreißen“ müsse. Doch die Roosters ließen sich nicht beeindrucken und hielten Krefeld mit einer soliden Defensive in Schach. Zur Halbzeit reagierte KEV-Coach Rick Adduono und brachte Patrick Klein für Duba, der mit einer gebrochenen Kufe haderte. Die Maßnahme schien zu wirken, Beechey überwand Lange zum 2:3 (51.). Sollte es noch mal eng werden?

Jari Pasanen nahm eine Auszeit. Auch diese Maßnahme fruchtete. Denn nach herrlicher Kombination mit Petersen und Mike York sorgte Dylan Wruck schon 36 Sekunden später wieder für Jubel bei den rund 500 mitgereisten IEC-Anhängern. Kein Wunder, dass diese dann mit dem Schlusspfiff das Ende der Auswärtsdurststrecke feierten, während die enttäuschten KEV-Fans ihr Team mit Pfiffen ins Jahr 2015 verabschiedeten.