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Deutsche Eishockey-Liga

Roosters haben aus Überzahlchance nichts gemacht

28.09.2012 | 22:33 Uhr
Roosters haben aus Überzahlchance nichts gemacht
Michael Wolf (hier im Spiel gegen Köln) erzielte in Unterzahl den zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich.Foto: WRONSKI

Straubing.   Ihre dritte Niederlage in Folge kassierten die Iserlohn Roosters. Am fünften Spieltag der Deutschen Eishockey-Liga mussten sie sich bei den Straubing Tigers knapp, aber auch verdient geschlagen geben. Und wieder einmal war die Offensivleistung nicht ausreichend, so dass am Sonntag im Heimspiel gegen Ingolstadt mit Umstellungen zu rechnen ist.

Straubing Tigers - Iserlohn Roosters 4:2 (1:1, 2:1, 1:0). Die Roosters hätten gut in das Match starten können, denn bereits nach 34 Sekunden erhielten sie eine Überzahl. Aber ein Treffer gelang ihnen nicht. Statt dessen übernahmen die Bayern ab der 3. Minute das Kommando, waren fortan spielbestimmende und erarbeiteten sich gute Möglichkeiten, u. a. durch Laurent Meunier (4.) und Alexander Dotzler (6.), die aber verzogen. Dann klärte Keeper Sébastien Caron gegen den völlig frei stehenden Stefan Ortolf (10.).

Angesichts dieser Dominanz überraschte die Führung der Sauerländer durch Neuzugang Colin Stuart (13.). Den Löwenanteil an diesem Überzahltreffer besaß allerdings Mike York, dessen präziser Querpass genau bei der richtigen Adresse landete. Aber lange durften sich die Gäste nicht über die Führung freuen. Denn die Tigers nutzten ebenfalls ein Powerplay. Ein gutes Zusammenspiel schloss René Röthke mit dem 1:1 ab (16.). Dabei blieb es bis zur ersten Pause, auch, weil Carsen Germyn zwei Sekunden vor dem Pausenpfiff das halbleere Tor verfehlte und den Pfosten anvisierte.

Eiskalt wurden die Blau-Weißen unmittelbar nach Wiederanpfiff erwischt. Denn bereits nach zwölf Sekunden erzielte Blaine Down die Führung der Süddeutschen und hatte dabei Glück, dass die Scheibe von einem Schlittschuh unhaltbar abgefälscht wurde. Nun begann die beste Phase der Gastgeber, die in den folgenden zehn Minuten klar tonangebend waren und sich Chancen im Minutentakt erspielten, die größte durch Ex-Rooster Tyler Beechey. Nach seinem Solo traf er allerdings nur die Latte (28.).

Und die Straubinger Aktien stiegen, als IEC-Verteidiger Derek Peltier eine Spieldauerdisziplinarstrafe kassierte, weil sich Straubings Röthke bei einem Sturz durch den Schläger seines Gegenspielers eine Platzwunde am Mund zugezogen hatte. Doch ausgerechnet diese Unterzahl hauchte den Iserlohnern wieder neues Leben ein, Torjäger Michael Wolf gelang mit einem klasse Rückhandschuss der Ausgleich (31.). Aber eine weitere umstrittene Hinausstellung gegen Collin Danielsmeier ermöglichte den Tigers eine 5:3-Überzahl, Germyn nutzte den sich daraus bietenden Freiraum und hämmerte die Scheibe unhaltbar zum 3:2 in die Maschen (32.). Straubing agierte nun zwar nicht mehr so dominant, aber von den Gästen ging zu wenig Offensivgefahr aus. Keine Frage, die knappe Pausenführung ging in Ordnung. Aber noch befanden sich die Waldstädter im Rennen.

Erst recht in den letzten acht Minuten des Spiels. Denn da kassierte Calvin Elfring nach Foul an Brendan Brooks eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Fast zwei Minuten spielte Iserlohn nach einer weiteren Strafe gegen Dustin Whitecotton mit zwei Spielern mehr sowie fast drei weitere Minuten in einfacher Überzahl. Aber aus diesem numerischen Vorteil konnte das Mason-Team kein Kapital schlagen, das Powerplay blieb ineffektiv, Straubing überstand die lange Unterzahlphase ohne Schaden, weil sich die Spieler immer wieder in die Schüsse warfen. Und auch in der verbleibenden Zeit blieb dem IEC der Ausgleich verwehrt. Statt dessen versetzte Down den Iserlohnern 57 Sekunden vor Schluss den endgültigen Knockout.



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