Das aktuelle Wetter NRW 22°C
Roosters

Roosters fiebern Schlüsselspiel entgegen

09.02.2012 | 22:57 Uhr
Roosters fiebern Schlüsselspiel entgegen
Roosters-Trainer Doug Mason

Iserlohn.  Mit ein wenig Abstand soll das 0:8-Debakel der Iserlohn Roosters in Wolfsburg vor allem eines sein: ein Weckruf zur rechten Zeit. "Nach einem 2:4 hätten wir auch keine Punkte, nach dem 0:8 weiß jeder, was zu tun ist", sagte Roosters-Trainer Doug Mason.

Bis zum Nachmittag dauerte es am Montag, ehe Doug Mason wieder zum Reden zumute war. Reden über das 0:8-Debakel in Wolfsburg und der immer wieder gestellten Frage nach dem Warum. Auf die am Seilersee so recht niemand eine Antwort hat. Nach der Pleite stürzten die Sauerländer auf Platz zwölf ab. Ein Sieg aus den letzten sechs Partien und nur sechs von 18 möglichen Punkten ließen den komfortabel erschienenen Vorsprung von acht Zählern auf Krefeld zusammenschmelzen.

„Eine Niederlage ist eine Niederlage“, versucht Doug Mason zu relativieren. Und stimmt damit seinem Kapitän Robert Hock zu, der in der Klatsche wenigstens noch einen „Weckruf“ zu erkennen vermag. „Nach einem 2:4 hätten wir auch keine Punkte, nach dem 0:8 weiß jeder, was zu tun ist. Es hat vielleicht eine heilsame Wirkung.“ Aber wozu braucht die Mannschaft neun Spieltage vor Ende der DEL-Hauptrunde einen Weckruf? Ein Blick auf die Tabelle genügt, um die Lage und damit die Bedeutung eines jeden Spiels einzuschätzen.

Platz zehn ist einen Zähler entfernt

Das erklärte Saisonziel – Platz zehn – ist einen Zähler entfernt, zwischen dem sechsten Hamburg und dem zwölften Iserlohn liegen gerade mal sechs Punkte. Bei noch neun ausstehenden Partien und 27 zu vergebenen Punkten ist für die Roosters also noch alles drin. „Wir haben es selber in der Hand“, weiß auch Mason.

Aber warum dann solch eine Pleite ? „Wolfsburg war spitze, so stark habe ich diese Saison noch keine andere Mannschaft gesehen“, lobt der Kanadier die Niedersachsen. Aber reicht das allein als Erklärung für ein 0:5 nach knapp 13 Spielminuten? „Wir waren im ersten Drittel mit unseren Köpfen irgendwo im Urlaub“, macht Mason keinen Hehl aus der mangelhaften Einstellung seiner Spieler.

Besonders ärgert den 56-Jährigen das nun schlechtere Torverhältnis gegenüber Krefeld. „Die zwei Tore Unterschied wirken wie ein Punkt.“ Auch wenn es keine Entschuldigung sein soll, das Fehlen von Torhüter Sébastien Caron und den Stürmern Jeff Giulianound und Jeff Cowan sowie der Ausfall von Sean Blanchard und Collin Danielsmeier im letzten Drittel war in Wolfsburg laut Mason einfach nicht auszugleichen.

Mit aktuell 59 Punkten stehen die Roosters genau da, wo sie vor einem Jahr waren. Damals – mit einem absolvierten Spiel weniger – ging die Mannschaft mit einem Lauf von fünf Siegen in Folge in die Pause. 2011 kam die Unterbrechung unpassend, heute kommt sie eher gelegen. Bei den verletzten Caron und Giuliano (beide Gehirnerschütterung), Cowan (Magen-Darm-Infekt), Blanchard und Danielsmeier (beide Leistenprobleme) und Colton Fretter (Pferdekuss) geht Mason von der Rückkehr aus.

Michael Wolf ist bei der Nationalmannschaft

Bis Donnerstag gab der Chefcoach den Spielern frei, ehe am Freitag das erste Training ansteht. Michael Wolf, der mit der Nationalmannschaft in Weißrussland ein Turnier spielt, wird fehlen. „Bis Samstag steht viel Laufarbeit an, Sonntag und Montag bereiten wir uns dann auf Augsburg vor“, beschreibt Mason das Programm.

Das Duell gegen den Zehnten ist richtungsweisend. „Das wird das Schlüsselspiel der gesamten Saison“, verdeutlicht Co-Trainer Bernd Haake. Vor zwölf Monaten holte der IEC noch 15 Punkte, was in der Schlussabrechnung bekanntlich nicht für Rang zehn reichte. In den verbleibenden neun Spielen treten die Roosters fünfmal zuhause an. Was angesichts von bisher nur acht Heimerfolgen allerdings nicht unbedingt ein Vorteil ist.

Thomas Schaefer

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6334587/create

Aktuelle Fotos und Videos
Roosters-Saisoneröffnung
Bildgalerie
Fotostrecke
Roosters fast komplett
Bildgalerie
Fotostrecke
Füchse bezwingen Roosters
Bildgalerie
DEL-Derby
Aus dem Ressort
Mike York bleibt bei den Roosters
Roosters
Mit Mike York bleibt ein weiterer Leistungsträger den Iserlohn Roosters erhalten. Der 34-jährige Amerikaner verlängerte seinen Vertrag um eine Saison. „Mike ist ohne Zweifel einer der besten Mittelstürmer in der DEL“, sagt Manager Karsten Mende.
Danielsmeier bleibt bei den Roosters
Roosters
Collin Danielsmeier bleibt ein weiteres Jahr bei den Iserlohn Roosters. „Ich bin durch und durch ein Rooster, habe in der abgelaufenen Saison gern geholfen und freue mich über das Vertrauen“, sagte der 31-Jährige. Der Rekordspieler ist der vierte Defensivakteur für die Saison 2012/2013.