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Deutsche Eishockey-Liga

Roosters fehlt in München der Killer-Instinkt

06.09.2010 | 11:23 Uhr
Roosters fehlt in München der Killer-Instinkt

München.Die Iserlohn Rooster gleichen nach Reise-Strapaze in München dreimal aus und verlieren doch noch das zweite Spiel der Saison beim Aufsteiger mit 3:5 nach Verlängerung.

Um 8.30 Uhr hatten sich die Waldstädter gestern Morgen mit dem Bus auf die siebenstündige Fahrt gemacht. Die Entscheidung, erst am Spieltag anzureisen, fiel nicht zuletzt aus Kostengründen und machte sich zunächst negativ bemerkbar.

Denn nach dem ersten DEL-Drittel auf Münchener Eis seit April 2002 lagen die Iserlohner zu Recht mit 1:2 zurück. Langsamer Aufbau, ungenaue Pässe und dazu der unangebrachte Versuch, schön zu spielen - mit dem ersten Abschnitt konnten die Gäste nicht wirklich zufrieden sein. Zudem zeichneten für die beiden Treffer der Gastgeber mit Bryan Adams (9.), der in der sechsten Minute die Scheibe schon einmal regelwidrig mit der Hand über die Linie bugsiert hatte - und Martin Schymainski (16.) zwei ehemalige Roosters verantwortlich. Beim ersten Tor ließ Schlussmann Danny aus den Birken einen Schuss von Dylan Gyori genau auf den Körper von Adams abprallen. Seine ganze Routine spielte zwischendurch Robert Hock (15.) aus, als er mit dem Schuss ganz lange wartete und dann ausglich.

BGlich zum zwischenzeitlichen 1:1 aus: Robert Hock.

Nach der ersten Pause zog Iserlohn das Tempo an. Aus der Distanz glich Verteidiger Adrian Veideman (30.) zum 2:2 aus. Doch als Steven Rupprich und Prestin Ryan auf der Strafbank saßen, nutze München diese doppelte Überzahl zur erneuten Führung durch Jordan Webb (33.).

Fehlende Moral konnte man den Gästen an diesem Abend nicht vorwerfen. Shane Joseph (51.) glich zum dritten Mal aus. Die Roosters schienen am Drücker zu sein, aber München ging zum vierten Mal in Führung - und wieder war es Webb (55.). Die letzten Hoffnungen der Roosters, zumindest die Verlängerung zu erreichen, zerstörte 67 Sekunden vor Schluss Eric Schneider mit dem 5:3 für München.

„Das wird ganz schwer“, hatte der Iserlohner Trainer Ulrich Liebsch im Vorfeld gewarnt und Recht behalten. Nach der Partie zeigte sich der Coach dann trotz der realistischen Erwartungshaltung enttäuscht: „Wir haben nicht gut in die Begegnung gefunden. Die letzten beiden Drittel waren gut. Es ist ärgerlich, dass wir nicht den Killer-Instinkt hatten, nach dem 3:3 zu gewinnen.“ Den besaßen die Münchener, deren Trainer Pat Cortina sich freute, mit dem ersten DEL-Heimspiel seit über acht Jahren „Geschichte geschrieben“ zu haben.

Dagegen machten sich die Roosters 90 Minuten vor Mitternacht wieder auf den weiten Weg zum Seilersee.

München - Iserlohn 5:3:
Tore: 1:0 Adams (8:54), 1:1 Hock (14:36), 2:1 Schymainski (15:56), 2:2 Veideman (29:24), 3:2 Webb (32:29), 3:3 Joseph (50:17), 4:3 Webb (54:19), 5:3 Schneider (58:53). - Zuschauer: 3133. - Strafminuten: München 4 - Iserlohn 8.

Ulrike Weinrich

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Kommentare
07.09.2010
06:10
Roosters fehlt in München der Killer-Instinkt
von Reggi | #2

@calibra
es war ja auch in der regulären spielzeit. da war wohl der wunsch des redakteurs vater des gedanken.

06.09.2010
15:47
Roosters fehlt in München der Killer-Instinkt
von calibraturbo | #1

3:5 NACH VERLÄNGERUNG kann man beim Eishockey nicht verlieren.

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