Roosters fahren mit viel Respekt zum Vorletzten
19.01.2012 | 20:25 Uhr 2012-01-19T20:25:00+0100
Iserlohn. Nach dem Kölner Sieg in Hannover vom Dienstag sind die Iserlohn Roosters auf Rang acht zurückgefallen. Doch am Wochenende wollen sie wieder Boden gutmachen. Aber die Aufgaben haben es in sich.
Das trifft schon für das Spiel an diesem Freitag zu. Da geht es zwar „nur“ zum Vorletzten Nürnberg Ice Tigers, aber im Vorbeigehen werden die Sauerländer die Punkte gewiss nicht einfahren. „Wir haben Respekt vor Nürnberg. Das ist eine gute Mannschaft mit einigen starken Einzelspielern“, fordert Iserlohn Trainer Doug Mason volle Konzentration von seinen Cracks, die gewiss nur mit starken Leistungen wie in den letzten vier siegreichen Spielen diese Hürde nehmen können.
Denn die Ice Tigers haben sich in den letzten Wochen stark verbessert. Die lange abgeschlagen am Tabellenende taumelnden Franken haben inzwischen die rote Laterne an Hannover abgegeben und zuletzt mit zwei Heimsiegen gegen Mannheim und Berlin aufhorchen lassen. Immerhin holten sie aus den letzten sechs Spielen elf Punkte - ein deutliches Warnsignal an jeden Gegner, die Draisaitl-Truppe nicht zu unterschätzen, gleichwohl sie die zweitschwächste Defensive aufweist. „In eigener Halle spielt Nürnberg viel aggressiver als auswärts“, führt Mason einen weiteren Aspekt an, den Kontrahenten ernst zu nehmen. „Wir müssen uns jeden Punkt in dieser spannenden Liga erkämpfen.“
Das gilt auch für das sonntägliche Heimspiel gegen die Straubing Tigers, zu dem sich auch wieder „Sky“ angekündigt hat. Ein schlechtes Omen? Bislang lief es vor laufenden TV-Kameras für die Roosters überhaupt nicht.
„Das ist eine echte Topmannschaft“, schwärmt Mason von den Bayern und stellt sie in der aktuellen Verfassung auf eine Stufe mit den Spitzenteams Berlin, Mannheim und Wolfsburg. „Das ist die positive Überraschung der Saison“, lobt der Roosters-Coach den Gast weiter in höchsten Tönen. Der hat bei einem Spiel weniger sieben Punkte mehr auf dem Konto und behauptet sich als Sechster hartnäckig im Feld derer, die sich direkt für das Play-off-Viertelfinale qualifizieren möchten. Wollen die Sauerländer diesen sechsten Rang nicht aus den Augen verlieren, wäre ein Dreier gegen die Bayern hilfreich.
„Straubing ist sicherlich eine Stufe stärker als Nürnberg“, vergleicht Doug Mason die beiden Wochenendgegner und streicht bei Straubing den Kampfgeist und das extrem hohe Tempo heraus, das dem IEC in dieser Serie schon zweimal überhaupt nicht behagt hat. „Die geben enorm Gas und schießen aus allen Ecken“, verdeutlicht Mason, dass die Defensive eine Menge Arbeit verrichten muss, will sie sich gegen dieses Hochgeschwindigkeitsteam behaupten. „Da muss man bei jedem Wechsel hundert Prozent gegeben.“ Bei diesem Unterfangen kann der Coach auf die zuletzt erfolgreiche Formation zurückgreifen.
0mitdiskutieren