Roosters-Coach Pasanen schwankt zwischen Stolz und Vorsicht

Bei den Iserlohn Roosters (hier im Spiel gegen Krefeld) läuft es derzeit richtig rund.
Bei den Iserlohn Roosters (hier im Spiel gegen Krefeld) läuft es derzeit richtig rund.
Foto: Michael May IKZ

Iserlohn.. Jari Pasanen wirkte nach dem Wochenendprogramm reichlich verschnupft. Mit den Leistungen seiner Mannschaft hatte das aber absolut nichts zu tun, vielmehr zwang ein Virus den Trainer der Iserlohn Roosters am Montag zu einer kleinen Auszeit daheim in Essen. Bei dem einen Ruhetag zu Beginn der Länderspielpause wird es der Finne aber belassen.

An diesem Dienstag ist er wieder am Seilersee aktiv, um seine Rekonvaleszenten für den Endspurt fit zu machen. Richard Jares, Collin Danielsmeier, Derek Whitmore und Colten Teubert haben noch einiges aufzuarbeiten, und wenn alles nach Plan läuft, soll am 13. Fe­bruar gegen München der komplette Kader zur Verfügung stehen - abgesehen von Jeff Giuliano.

„Aber jetzt ist es wichtig, dass die Spieler erst einmal abschalten“, stellte Pasanen klar, der am kommenden Montag wieder zum Dienst ruft. Am Samstag kann freiwillig trainiert werden, was vermutlich schon für einigen Betrieb auf dem Eis sorgen dürfte. Viele Spieler haben Iserlohn verlassen und legen einen Kurzurlaub ein. Sogar Skifahren ist erlaubt - „aber nur ganz vorsichtig“, wie der Trainer ergänzt. „Entscheidend ist doch, dass man ein paar Tage nicht an Eishockey denkt. Der Kopf muss wieder frei werden vor den entscheidenden Wochen.“

Zuletzt drei Siege in Folge

In diese können die Roosters eigentlich entspannt gehen. Zuletzt gab es drei Siege in Folge, und in Schwenningen wurde endlich auch die schwarze Serie bei den Kellerkindern beendet. „Wir haben intensiv darüber gesprochen. Wichtig war, dass wir von Anfang an sehr viel investiert haben“, sagte der Trainer. Schwenningens zwischenzeitliches Anschlusstor bewertete er als extrem glücklich („von hundert Schüssen geht einer auf diese Weise rein“), aber mit dem 3:1 der Roosters war dann alles klar. „Wir haben das ziemlich souverän gelöst“, lobte Pasanen.

Spielbericht 15 Punkten Vorsprung zum elften Platz, der das Saisonende bedeuten würde - was soll da noch schief gehen? „So lange wir rechnerisch noch nicht durch sind, gibt es nichts zu feiern“, mahnte der Coach und verwies auf das Beispiel Ingolstadt. „Die waren Fünfter und wären am Ende fast noch aus den Pre-Play-offs gefallen“, erinnerte Pasanen. Wobei das Beispiel Ingolstadt mit Blick auf den späteren Titelgewinn natürlich seinen besonderen Charme hat.

Pasanen will erst Platz zehn sichern - dann weiterdenken

Für den Iserlohner Banden-Chef ist es jedoch unerlässlich, nur von Spiel zu Spiel zu denken. „Erst wenn wir Platz zehn sicher haben, können wir uns ein neues Ziel setzen“, sagte der Trainer. Das wäre dann Platz sechs, was ja aktuell für den Fünften bei sechs Zählern Vorsprung auf die Berliner Eisbären auf Rang sieben nicht unrealistisch ist. Nur jetzt soll es noch nicht zum Thema werden. Bei aller Vorsicht, die er im Ausblick auf den Endspurt walten lässt, will Jari Pasanen die bisher gezeigten Leistungen aber beileibe nicht klein reden. „Wir sind Fünfter und haben die meisten Tore in der Liga geschossen. Darauf dürfen die Jungs schon ein wenig stolz sein.“