Roosters buchen bei der DEG Ticket für die Pre-Play-offs

Die Roosters bejubeln ihre Treffer: Und ihr frisch gebuchtes Pre-Play-off-Ticket.
Die Roosters bejubeln ihre Treffer: Und ihr frisch gebuchtes Pre-Play-off-Ticket.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Im Westderby der Eishockey-Liga DEL konnten die Iserlohn Roosters einen 0:1-Rückstand bei der Düsseldorfer EG drehen und gewannen mit einem 6:3.

Düsseldorf.. Am Veilchendienstag landeten die Roosters im Duell bei der Düsseldorfer EG den entscheidenden Sieg für den Einzug in die Pre-Play-offs. Der am Ende klare Erfolg überdeckte dabei jedoch ein schwaches Auftaktdrittel der Sauerländer sowie bis dato nie gezeigte Disziplinlosigkeiten.


Düsseldorfer EG – Iserlohn Roosters 3:6 (1:0, 1:3, 1:3). Von den Rahmenbedingungen her gingen die Roosters leicht favorisiert in das Derby, stand doch der komplette Kader zur Verfügung, so dass Neuzugang Cody Sylvester und Collin Danielsmeier pausieren mussten. Unterdessen konnte die DEG nur fünf Verteidiger aufbieten. Doch das machte sich auf dem Eis zunächst nicht bemerkbar.

Mike York prüfte nach 70 Sekunden erstmals DEG-Torhüter Tyler Beskorowany, dann ging es zunächst weiter Schlag auf Schlag. Doch es folgte ein Bruch im IEC-Spiel. Ausschlaggebend war eine Spieldauerstrafe gegen Chris Connolly wegen hohen Stocks gegen Daniel Kreutzer mit Verletzungsfolge. Düsseldorf setzte die Sauerländer in der Überzahl unter Dauerbeschuss. Nachdem Sparre nur den Pfosten des für einen Moment leeren IEC-Gehäuses anvisiert hatte (6.), erzielte Ken Andre Olimb aus der Drehung die verdiente Führung.

Roosters-Spiel besserte sich nach der Pause

Und die hätte noch höher ausfallen können. Der starke Kris Sparre sowie Travis Turnbull scheiterten aber am hellwachen Mathias Lange. Im Gegensatz zu ihrem Torhüterkollegen wirkten die Roosters-Defender immer einen Schritt langsamer als der flott aufspielende Fünfte. Dies zog sich bis zum Drittelende wie ein roter Faden durch das IEC-Spiel. Kein Wunder, dass dann auch noch die wenigen sich bietenden Möglichkeiten ungenutzt blieben. Weil Rob Collins’ Schlagschuss kurz vor der Pause nur knapp am Kasten vorbeistrich, konnten sich die Waldstädter ob des Ein-Tor-Rückstandes glücklich schätzen.

DEL-Westderby Nach der Pause besserte sich das Roosters-Spiel, richtig überzeugend wirkte es aber weiterhin nicht. Immerhin agierten York & Co. nun deutlich physischer. Ein Schuss, überraschend von Derek Whitmore abgefeuert, bescherte dann den Ausgleich. Doch anstatt vom Aufwind zu profitieren, schwächte Alex Foster mit einer dummen 2-plus10-Minuten-Strafe die Blau-Weißen, was Düsseldorf zu nutzen wusste. Einen Kreutzer-Schuss aus dem Bullykreis fälschte Ex-Rooster Alexej Dmitriev unhaltbar zur erneuten DEG-Führung ab (32.). Irgendwie lief es nicht rund. Was aber auch für die Hausherren gelten sollte. Ein haarsträubender Fehler in der DEG-Zone nutzte Brodie Dupont nur 158 Sekunden später zum 2:2. Nach weiteren 77 Sekunden drehte Brooks Macek mit einem platzierten Schuss die Partie - eine insgesamt glückliche Führung. Gar nicht glücklich dürfte Pasanen mit der Disziplinlosigkeit seiner Schützlinge sein. Nick Petersen kassierte wegen Meckerns kurz vor der zweiten Pause die nächste „Zehner“ und fehlt damit am Freitag.

Substanzverlust bei der DEG, weil die Roosters ihre Chance nutzten

Eishockey Welchen Verlauf sollten also die letzten zwanzig Minuten nehmen? Einen zunächst sehr hitzigen. Colten Teubert leistete sich mit einem Check gegen den Kopf von Fischbuch die nächste Disziplinlosigkeit. Der Düsseldorfer blieb benommen und blutend auf dem Eis liegen, während sich Teubert mit Andreas Martinsen einen handfesten Boxkampf lieferte (44.). Teubert kassierte eine Spieldauerstrafe plus zehn Minuten obendrauf, Martinsen „nur“ eine „Zehner“. In der anschließenden Überzahl machte Düsseldorf Druck, Lange blieb in der hitzigen Atmosphäre der Ruhepol mit zahlreichen Paraden. Für die Vorentscheidung sorgte dann Chad Bassen nach einer Petersen-Vorarbeit (52.). Nur 26 Sekunden später fiel die Entscheidung, als Macek einen Raedeke-Schuss abfälschte. Bei der DEG war ein deutlicher Substanzverlust zu sehen, während der IEC seine Chancen genutzt hatte. Brent Raedeke für den IEC und kurz vor Schluss Kreutzer für die DEG setzten die Schlusspunkte.

Karten für das erste Play-off-Heimspiel, unabhängig von Runde, Datum und Uhrzeit, beginnt bereits an diesem Mittwoch um 10 Uhr zunächst für alle Dauerkarteninhaber und Vereinsmitglieder.