Personallage der Iserlohn Roosters entspannt sich langsam

Wollen wieder punkten: Die Iserlohn Roosters.
Wollen wieder punkten: Die Iserlohn Roosters.
Was wir bereits wissen
Die Roosters treffen am Dienstag auf die Krefelder Pinguine. Acht Punkte trennen die DEL-Klubs, doch beide können noch nach den Playoffs greifen.

Iserlohn.. Der Blick auf die Tabelle sagt schon alles über die Bedeutung dieses Spieles im Kampf um die Play-off-Qualifikation aus: Die Roosters als Sechster (67 Punkte) empfangen den Elften Krefeld, der acht Punkte weniger hat, aber auch ein Spiel. „In dieser Saisonphase kann man wirklich von einem Sechs-Punkte-Spiel sprechen“, verdeutlicht IEC-Trainer Jari Pasanen, wie wichtig ein „Dreier“ wäre.

„Beide Teams brauchen die Punkte“, geht er von einem umkämpften Westderby gegen das am Sonntag spielfreie Adduono-Team aus. „Auch Krefeld hat es noch in der eigenen Hand. Das wird Rick Adduono seinen Spielern deutlich machen.“ Pasanen glaubt, dass diesmal 75 Zähler für die Play-offs benötigt werden. Bei noch zehn Spielen und 30 zu vergebenden Punkten stehen die Chancen der Iserlohner also durchaus gut.

Pasanen will von Sylvester bei Debüt nicht zuviel erwarten

Etwas günstiger stellt sich inzwischen die personelle Situation dar. Zwar fehlen weiterhin Derek Whitmore, Richard Jares und Jeff Giuliano, mit großer Wahrscheinlichkeit fällt auch Collin Danielsmeier aus. „Die Hand schmerzt“, berichtete er am Montag als „Zaungast“ beim rund einstündigen Training. Aber wieder an Bord ist Brodie Dupont nach Ablauf seiner Sperre, zudem wird Neuzugang Cody Sylvester auflaufen. „Wir sollten nicht zu viel von ihm erwarten“, so Pasanen. „Er hatte zuletzt wenige Belastungen und braucht noch zehn Tage.“

Vor seinem Comeback könnte Colten Teubert stehen. Der Verteidiger hat nach seiner Gesichtsverletzung und Operation am Montag erstmals trainiert. Angesichts seines Vollvisierhelms wurde er von Ryan Button als Neuzugang begrüßt: „Bist Du ein Young Rooster?“ Pasanen will kurzfristig entscheiden, ob Teubert spielt: „Vielleicht wird Colten einige Wechsel haben, vielleicht aber auch nur zur Motivation auf der Bank sitzen.“

Roosters-Coach Pasanen will schnörkelloser spielen lassen

Dylan Wruck Mit Blick auf das zurückliegende sieglose Wochenende streicht der Coach als positiven Aspekt heraus, dass die Mannschaft nach 0:2- und 1:4-Rückstand in Hamburg zurückgekommen ist. „Und Nick Petersen hatte mit seinem Solo das 4:4 auf dem Schläger, aber der Puck landete am obersten Ende des Torhüterschlägers.“ Die Moral stimmte also, „und wir haben auch nicht grottenschlecht gespielt.“

Eine intakte Moral zeigte das Team auch bei der Heimniederlage gegen Nürnberg nach Penaltyschießen. Hier ärgerte Pasanen, dass sich die Mannschaft am Ende selbst nach der Aufholjagd nach 0:2-Rückstand um das hart erarbeitete 3:2 brachte. Da müsse einfacher und schnörkelloser, kurzum ergebnisorientierter gespielt werden.