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Nürnberg-Spiel war Wendepunkt für Roosters

29.10.2012 | 18:00 Uhr
Nürnberg-Spiel war Wendepunkt für Roosters
Dem Sieg gegen Hannover ließen die Roosters den Triumph in Augsburg folgen.Foto: Michael May

Iserlohn.   Kampfgeist und Arbeitseinsatz stimmten praktisch von Beginn der Saison an, die Defensivleistung steigerte sich kontinuierlich, inzwischen scheinen die Roosters auch ihr Offensivpotenzial abrufen zu können. Und am Wochenende stimmten endlich auch die Ergebnisse.

Kampfgeist und Arbeitseinsatz stimmten praktisch von Beginn der Saison an, die Defensivleistung steigerte sich kontinuierlich, inzwischen scheinen die Roosters auch ihr Offensivpotenzial abrufen zu können. Und am Wochenende stimmten endlich auch die Ergebnisse. Erstmals fuhren die Sauerländer eine volle Ausbeute ein, aus den letzten vier Partien holten sie neun Punkte.

„Eigentlich hat es mit dem Spiel gegen Nürnberg begonnen“, nennt Trainer Doug Mason einen möglichen Wendepunkt. Auszumachen ist dieser etwa an Mark Bell, der beim 5:2 in Augsburg am Sonntag überragte und deutliche Fortschritte zeigte. „Dabei sagt er selbst, dass er noch nicht hundertprozentig fit ist“, berichtet Mason von Gesprächen mit dem Neuzugang. „Mark bleibt unter Druck sehr ruhig und cool. Er ist ein schlauer Spieler“, nennt er ihn in einem Atemzug mit Mike York. Und verbunden mit Bells Aufschwung hofft Mason, dass die vier Mittelstürmerpositionen einen gewichtigen Anteil an den angepeilten Erfolgen haben. Denn mit York, Bell, Robert Hock und dem überzeugenden Simon Fischhaber sind die Roosters hier gut bestückt. „Simon kämpft sich kaputt“, lobt Mason den Neuzugang aus der Nürnberg, der bislang absolut solide agiert hat. „Und wenn er einen Fehler gemacht hat, arbeitet er sich sofort wieder zurück“, lobt der Coach weiter.

Mason appelliert an die Fans

Stichwort Kampf: Das ist für Mason eine der herausstechenden Tugenden des Teams 2012/2013. „Das habe ich noch nie so oft wie in dieser Saison herausgestrichen“, betont er die von vielen Zuschauern in der Vergangenheit oft vermisste Eigenschaft. Daher ist man bei den Roosters etwas enttäuscht, dass die Fans trotzdem noch nicht richtig mitziehen. „Sie verpassen etwas, und wir brauchen sie“, appellieren Trainer, Spieler und Vorstand, den großen Einsatz zu honorieren. Oder zählen für jene, die immer wieder Engagement gefordert haben, am Ende doch nur die Ergebnisse? „Die stimmen inzwischen ja auch“, wirbt Mason weiter um die Gunst der Fans, denen sich die Sauerländer am Wochenende gegen Mannheim und München gleich zweimal in eigener Halle präsentieren. Zuvor steht allerdings am Mittwoch das bereits zweite Gastspiel in Straubing an. Das erste Duell gegen die Tigers, die am Sonntag den letztjährigen Top-Torjäger Matt Hussey (25 Treffer) zurückgeholt haben, wurde mit 2:4 verloren.

Fehlen wird dann weiterhin Brendan Brooks. Derek Peltier (Kopfschmerzen wegen Bluthochdrucks) und Tobias Wörle (Darmgrippe) werden am Abschlusstraining teilnehmen, danach wird über ihre Einsatzfähigkeit entschieden.

Nachdem Doug Mason vor dem Wochenende bis zur Länderspielpause neun, zehn Punkte aus den letzten fünf Spielen angepeilt hat, schraubt er nach bereits erreichten sechs Zählern die Erwartungen höher. „Neun sind jetzt eigentlich nicht genug, jetzt will ich zwölf!“ Mit so konzentrierten Leistungen wie gegen Hannover und Augsburg sollte dieses Ziel durchaus möglich sein. Dafür wollen die Iserlohner wieder alles geben.

Michael Topp


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