Iserlohn verliert gegen das Tabellenschlusslicht Straubing

Der Tabellenletzte Straubing zeigte in Iserlohn einen aufopferungsvollen Kampf.
Der Tabellenletzte Straubing zeigte in Iserlohn einen aufopferungsvollen Kampf.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Die Roosters mussten dem strammen Programm der vergangenen drei Wochen Tribut zollen: Mit 2:3 verloren die Sauerländer gegen die Straubing Tigers.

Iserlohn.. Das obligatorische Abklatschen mit den Gegnern – und schon verschwinden die Iserlohn Roosters mit gesenkten Köpfen in ihrer Kabine. 2:3 prangt es von der Anzeigetafel. Verloren. Ein fast nicht mehr gekanntes Gefühl in eigener Halle. Doch nach sieben Siegen in Folge unterliegen die Sauerländer ausgerechnet dem Tabellenletzten Straubing Tigers und erleiden einen Rückschlag im Kampf um die Play-offs in der Deutschen Eishockey Liga.

Whitmore schimpft und schimpft bereits nach wenigen Minuten. Wie ein Rohrspatz. Auf die Gegner, auf die Schiedsrichter, aber auch auf die Roosters, wenn sie auf der anderen Seite der Plexiglasscheibe vorbei laufen und wieder eine Chance nicht nutzen. 0:1 liegen die Sauerländer zu diesem frühen Zeitpunkt hinten, weil Rene Röthke in der vierten Minute nach einem Patzer von Iserlohns Torwart Mathias Lange abstaubt. Und Whitmore ahnt Böses: „Vor einer Woche hast du gegen die Kölner Haie jetzt schon deutlich geführt“, sagt er irgendwann Mitte des ersten Drittels, um zu ergänzen: „Das wird ganz schwer heute.“

Whitmore ist nicht Roosters-Spieler Derek Whitmore. Natürlich nicht. Der fehlt nach seinem Fußbruch weiterhin. Whitmore ist ein Fan der Iserlohner, der lediglich das Trikot seines Lieblingsspielers trägt und unter der Anzeigetafel am Haupteingang der Eishalle am Seilersee steht. Einer, der an diesem Abend frühzeitig das Ende der Siegesserie seiner Mannschaft vor heimischer Kulisse kommen sieht. Gegen das Schlusslicht. Nach sieben Siegen in Folge.

Die Jungs sind müde

„Erstmals haben die Jungs gesagt, dass sie müde sind“, sagte Roosters-Trainer Jari Pasanen im Vorfeld der Partie. Tatsächlich: Der Stress der zurückliegenden neun Spiele in nur 19 Tagen lässt sich vor dem Duell mit Straubing nicht so leicht abschütteln.

Der Fehler von Lange zum 0:1, das leichte 0:2 von Blaine Down in der 17. Minute in Iserlohner Unterzahl und erst recht das 1:3 von Thomas Brandl (37.), dem Iserlohns Verteidiger Sean Sullivan den Puck einschussgerecht auf den Schläger legt – Straubing profitiert von untypischen Unkonzentriertheiten der Gastgeber. Und die erweisen sich auf der anderen Seite als wahre Großmeister im Auslassen bester Torchancen.

Bassen und Foster treffen

Einzig Chad Bassen, der mit einer Energieleistung per Alleingang das zwischenzeitliche 1:2 erzielt (35.), und Alexander Foster, der mit seinem Tor zum 2:3 in der 44. Minute die Hoffnung auf eine Wende zurückkehren lässt, überwinden Straubings Torwart Dustin Strahlmeier. Müde? Sind die Roosters in der Schlussphase kaum mehr. Sie mobilisieren die letzten Reserven, sie rennen immer wieder auf das Straubinger Tor zu – und treffen durch Wruck doch nur den Pfosten (55.). Selbst in Überzahl gelingt der Ausgleich nicht mehr.

Pasanen reagiert nüchtern: „Wir haben zu lange gebraucht, um konstruktiv zu spielen, wir haben erst im Laufe des zweiten Drittels gut gespielt. Die zwei Tore haben Kraft gekostet“, befindet er

Was macht Whitmore? Schimpft auch als die Schlusssirene dröhnt. Während die Gäste vor seiner Nase jubeln.