Iserlohn Roosters kommen kurios und rasant zum sechsten Sieg

Fünfmal musste Berlins Torhüter Mathias Niederberger hinter sich greifen.
Fünfmal musste Berlins Torhüter Mathias Niederberger hinter sich greifen.
Foto: Josef Wronski
Was wir bereits wissen
Die Reflexe von Torhüter Mathias Lange und ein Doppelschlag binnen 220 Sekunden leiteten den sechsten Heimsieg in Folge der Iserlohn Roosters ein.

Iserlohn.. Auswärts derzeit mit deutlichen Schwächen, auf eigenem Eis eine Macht: Den Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey-Liga gelang mit dem 5:3 (1:1, 0:0, 4:2) gegen die Eisbären Berlin der sechste Heimsieg in Folge. Das gefiel Roosters-Trainer Jari Pasanen: „Nach dem 2:1 hatten wir pures Entertainment auf dem Eis. Berlin musste kommen und wir haben gut verteidigt. Die Zuschauer können zufrieden sein“, zog der Coach ein zufriedenes Fazit einer rasanten Partie. „Das war ein kurioses Spiel. Berlin war anfangs deutlich besser.“

Dabei hatte sich die Personalsituation der Sauerländer vor dem Duell mit dem Team der Stunde nicht verbessert. Weiterhin fehlte ein Quartett: Derek Whitmore, Collin Danielsmeier, Ryan Button und Jeff Giuliano. Zunächst richteten beide Teams die Aufmerksamkeit auf eine konsequente Defensivarbeit, ein Spielfluss kam so nur selten zustande. Überraschend und praktisch aus dem Nichts erzielten die Hausherren daher die Führung. Nach einem Schuss von Kevin Lavallée drückte der Richtung Eisbären-Kasten getürmte Chris Connolly die Scheibe vorbei an Schlussmann Mathias Niederberger in den Kasten (6.). Wenig später verpuffte das erste Roosters-Überzahlspiel ohne Gefahr, dies sollte sich in der Folge mehrfach wiederholen. Torchancen blieben auch selten, so dass der Treffer von Sven Ziegler (14.) alle überraschte – inklusive Torwart Lange, der überhaupt nicht reagierte.

Jubel im Schlussdrittel

Druckvoll starteten die Gäste in den Mittelabschnitt, aber der IEC hielt dagegen. Doch das zweite Drittel war von Kampf geprägt, spielerisch lief es auf keiner Seite wirklich rund, messbare Erfolge gab es keine. Gejubelt wurde in der ausverkauften Halle erst wieder im Schlussdrittel. Denn nach einem kapitalen Schnitzer der Eisbären-Abwehr landete die Scheibe bei Dylan Wruck, der zog ab ins obere rechte Eck – 2:1 (49.).

Das gab ein Sonderlob vom Coach: „Wruck ist immer heiß und hat heute ein sehr schönes Tor erzielt“, sagte Jari Pasanen. Und noch einmal zeichnete dieser sich aus: Seine Maßvorlage schloss Torjäger Petersen eiskalt ab (53.). Die Roosters hatten den wichtigen Dreier binnen 220 Sekunden danach fest im Blick – und sie gaben ihn auch nicht mehr aus der Hand, sondern machten ihn mit einem weiteren spektakulären Tor perfekt. Denn als Lavallée in die Kühlbox musste, traf Alex Foster unmittelbar vom Bully aus der eigenen Defensivzone, unter dem Jubel der Fans rollte die Scheibe in das leere Eisbären-Gehäuse. Dass die Gäste die Überzahl dann doch durch Barry Tallackson nutzten, änderte nichts mehr am sechsten Roosters-Heimsieg in der Serie, den Brooks Macek krönte. Das dritte Gegentor sechs Sekunden vor Ende durch Petr Pohl hatte nur noch statistische Bedeutung.