Iserlohn mit gutem Gefühl in die Pause?
02.02.2012 | 20:34 Uhr 2012-02-02T20:34:00+0100
Iserlohn. Noch befinden sich die Roosters in den Play-off-Rängen. Und dieser Position wollen sie auch am letzten Wochenende vor der dann folgenden neuntägigen Länderspielpause verteidigen, wenn möglich sogar verbessern.
Aber die Aufgaben gegen den Dritten Mannheim an diesem Freitag in eigener Halle und am Sonntag beim Vierten Wolfsburg haben es in sich, und dazu tragen nicht nur die Gegner, sondern auch die Personalia zu einem erheblichen Teil bei. Wie können die Roosters den Ausfall von Sébastien Caron verkraften? Was vermag der neue Schlussmann Telo Leinonen zu leisten, der ohne Eingewöhnungsphase ins kalte Wasser geworfen wird? Auch Jeff Giuliano steht, ebenfalls wegen einer Gehirnerschütterung, weiterhin nicht zur Verfügung. Seinen Platz wird der nach mehrmonatiger Verletzungspause wieder genesene Thomas Holzmann einnehmen, der schon beim 3:4 in Krefeld zu einigen Wechseln kam. Welche Leistung kann er schon abrufen?
Beide Wochenendgegner gehören zu den Titelkandidaten. Mannheim zeichnet vor allen die Offensive aus, die Adler verfügen über den besten Angriff der Liga. „Sie haben sehr gute Torschützen und benötigen nicht viele Chancen“, lobt IEC-Trainer Doug Mason die Badener. Denen dürfe man nur wenig Raum gegeben. Hinzu kommt das starke Unterzahlspiel der Gäste. Mason: „Das wird eine große Herausforderung für uns.“
Aber die Mannheimer haben auch Schwächen. So gab es zuletzt vier Auswärtsniederlagen in Folge mit nur einem Punktgewinn. Außerdem liegt Mannheim den Roosters offenbar. Gegen den ständigen DM-Favoriten weisen die Iserlohner ihre zweitbeste Heimbilanz auf, im Oktober brillierten sie mit einer 7:4-Gala.
Wichtig wird beim IEC auch sein, wie gut das Powerplay funktioniert. Daran haperte es zuletzt. „Wir treffen seit den letzten fünf, sechs Spielen nicht die richtigen Entscheidungen“, kritisiert Doug Mason und fordert: „Wir müssen versuchen, die schmutzigen Tore zu schießen.“ Soll heißen, dass es nicht auf Schönspielerei ankommt, sondern auf Zweckmäßigkeit und Effektivität.
Das gilt natürlich auch für das schwierige Duell am Sonntagnachmittag in Wolfsburg beim Vierten, der sich kurz vor Transferschluss mit Center Adrian Forster (u. a. Straubing) verstärkt hat. Wolfsburg verfügt über mindestens drei herausragende Stärken: Als einziges Team haben die Niedersachsen bislang weniger als 100 Treffer kassiert (95), zudem spielt die Mannschaft von Pavel Gross das zweitbeste Überzahlspiel, und die letzten sieben Heimspiele wurden gewonnen.
Nach der vorzeitigen Bekanntgabe seines Wechsels nach Nürnberg geht Steven Rupprich ehrgeizig in die Spiele: „Ich bin stolz, hier vier Jahre gespielt zu haben. Ich möchte nun einen weiteren Schritt in meiner Karriere machen und hoffe auf Verständnis.“
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