IEC-Stürmer Friedrich nach 4:2-Sieg: "Der Rooster lebt noch"

Marko Friedrich will mit den Iserlohn Roosters am Samstagabend in Nürnberg einen weiteren Sieg einfahren.
Marko Friedrich will mit den Iserlohn Roosters am Samstagabend in Nürnberg einen weiteren Sieg einfahren.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Die Iserlohn Roosters haben im fünften DEL-Viertelfinale einen Nürnberger Matchball abgewehrt und wahren sich so die Chance auf die Meisterschaft.

Iserlohn.. „Manche hatten uns schon aufgegeben. Doch wir haben uns zurückgemeldet. Der Rooster lebt noch!“ Erleichtert kommentierte IEC-Stürmer Marko Friedrich den 4:2-Erfolg über die Ice Tigers. Erleichtert sicherlich auch, weil seine Hinausstellung dem Team die mögliche 2:0-Pausenführung vermasselt hatte und ihm dafür auch vom Trainer der Kopf gewaschen worden ist.

Eishockey Auch er sah einen Grund für den Erfolg in der verbesserten Defensivleistung. Keeper Mathias Lange bestätigte ihn: „Wir müssen defensiv gut stehen. Das hat uns so erfolgreich gemacht.“ Der starke Goalie führte zudem an: „Wir haben von Anfang an bis zur allerletzten Sekunde gekämpft.“ Das habe man zuletzt zwar auch so gewollt, aber es sei nicht so gelungen. Nürnberg sei in den letzten Spielen stärker gewesen.

Mit dem leidenschaftlichen Auftritt am Gründonnerstag haben die Waldstädter also den ersten von drei Matchbällen abgewehrt. Nun müssen sie am Samstagabend in Nürnberg ran (17.30 Uhr/ Live bei uns im Ticker) und endlich die schlimme Auswärtsbilanz gegen den Franken mit nur sieben Siegen, aber 27 Niederlagen beenden, der letzte Erfolg bei den Ice Tigers datiert vom 27. Januar 2013 - dies wäre also der beste Zeitpunkt, nach über drei Jahren wieder einmal ein Signal zu setzen und sich selbst einen Matchball zu erspielen, dann wieder in eigener Halle am Ostermontag um 14.30 Uhr.

Ross fällt weiterhin aus

Anlass zu Veränderungen sieht Trainer Jari Pasanen nicht. Er vertraut der erfolgreichen Formation inklusive Umstellungen. „Die aber waren wohl nicht entscheidend“, kommentiert er die Rotation in den Sturmreihen, sondern verweist auf die große Leidenschaft. Und er wiederholt in Anbetracht des 1:7-Debakels nach frühem Rückstand: „Da wollten die Spieler zu viel, da sind sie zu kopflos nach vorne gelaufen.“

Eishockey Nicht zum Einsatz kommt Zach Hamill als überzähliger Kontingentspieler, Brad Ross (Rückenprobleme) ist weiterhin nicht fit. „Wenn Mathias Lange signalisiert, dass er frisch und fit ist, wird er natürlich spielen“, so Pasanen weiter.

Dupuis wohl bei den Roosters im Gespräch

Wie vorgestern geht es am Samstagabend also erneut um Alles oder Nichts. Lange: „Nach unserer Heimniederlage in Spiel zwei müssen wir auswärts einmal gewinnen, sonst ist es vorbei.“

Eishockey Aber die Zuversicht auf ein Endspiel am Montag ist vorhanden. „Ich hoffe auf ein Entscheidungsspiel und dass wir uns noch einmal sehen“, sagte Jari Pasanen bei der Pressekonferenz nach dem 4:2, verbunden mit der Erkenntnis: „Aber dann müssen wir eine Schüppe drauflegen.“ Einen Aspekt, der für den IEC sprechen könnte, führt Marko Friedrich an: „Jetzt ist das Momentum wieder auf unserer Seite.“

Als möglicher Neuzugang ist, ebenso wie beim ERC Ingolstadt, offenbar Philippe Dupuis, Stürmer aus Hamburg, im Gespräch.