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Für Nervosität fehlte Tero Leinonen die Zeit

02.02.2012 | 20:35 Uhr
Für Nervosität fehlte Tero Leinonen die Zeit
Tero Leinonen (mit Trainer Doug Mason) ist der neue Roosters-Torhüter und Caron-Ersatz.

Iserlohn.   Tero Leinonen, der neue Roosters-Torhüter, ist erst Donnerstagmorgen in Iserlohn angekommen und ging dann sofort auf das Eis, um eine erste Übungseinheit mit seinen neuen Teamkollegen zu absolvieren.

„Es ist alles sehr schnell gegangen“, kommentierte der Finne den Blitztransfer, nachdem sich Stammtorhüter Sébastien Caron am Dienstag in Krefeld nach einem ungeahndeten Foul eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte und an diesem Wochenende ausfällt. Von der Bande aus verfolgte Caron, ebenso wie der ebenfalls wegen einer Gehirnerschütterung zum Zuschauen verurteilte Jeff Giuliano, das Training der Mannschaft.

Ursprünglich war Leinonen kurz vor Abschluss der Transferperiode als Nummer drei im Hinblick auf die Play-offs verpflichtet worden, nun ist der Notfall schon früher eingetreten. Früher als erwartet, muss der Schlussmann also ran. Und somit ging es von Carons Verletzung bis zu Leinonens erstem Training ganz fix.

Aber der dreifache Vater glaubt sich der Herausforderung gewachsen. „Ich fühle mich okay“, beschreibt er seine Verfassung. Nach zwei, eher freudlosen Monaten in Italien konnte er einige Zeit in der dritten finnischen Liga Spielpraxis sammeln, seit einem Monat hat er sich im Trainingsbetrieb fitgehalten.

„Ich weiß nicht viel über die DEL, das wird eine neue Erfahrung“, verdeutlicht Leinonen, dass er Neuland betritt. Aber sein Trainer, der ihn gegen Mannheim von Beginn an bringen wird, sieht das gelassen. Doug Mason: „Eishockeyspieler können in der ganzen Welt spielen. Sein Adrenalinspiegel wird sicherlich sehr hoch sein, er wird eine gute Leistung bringen.“ Und befragt nach den Trainingseindrücken des neuen Goalies überrascht der Trainer: „Er hat sich gut bewegt. Aber ich habe gar nicht so oft auf ihn geschaut. Die Mannschaft ist schließlich wichtig.“

Und wie fühlt sich Leinonen in Erwartung des ersten Einsatzes? Ist er nervös? „Darüber habe ich bisher nicht nachgedacht oder nachdenken können“, lächelt der Finne, auf den an diesem Wochenende einiges zukommen dürfte.

Michael Topp

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