Ein phasenweise peinlicher Roosters-Auftritt in Straubing

Die Roosters mussten sich erneut in Straubing geschlagen geben.
Die Roosters mussten sich erneut in Straubing geschlagen geben.
Foto: IKZ/Michael May
Was wir bereits wissen
Und schon wieder die Straubing Tigers! Zum dritten Mal in dieser Saison mussten sich die Roosters den Bayern schlagen geben. Am Ende heißt es 1:4.

Straubing.. Und schon wieder die Straubing Tigers! Zum dritten Mal in dieser Saison mussten sich die Roosters den Bayern schlagen geben - 4:1 (2:0, 1:1, 1:0). Der Tabellenvorletzte holte damit acht seiner 45 Punkte gegen die Sauerländer, die also erneut wichtige Punkte im Kampf um die bestmögliche Platzierung zum Start der Play-offs liegen ließen - höchst unnötig zudem.


Gegenüber dem Duell mit München gab es eine Veränderung. Marko Friedrich musste wegen einer Verletzung pausieren, für ihn feierte Derek Whitmore nach langer Verletzungspause ein eher unauffälliges Comeback, verbunden damit waren weitere Umstellungen in den Angriffsblöcken.

Die Iserlohner erwischten den besseren Start, konnten daraus aber kein Kapital schlagen, ebenso wenig aus einem frühen Powerplay. Damit untermauerten die Tigers einmal mehr ihre zuletzt sehr starke Unterzahlstatistik, auch eine kurze 3:5-Unterzahl nach neun Minuten überstanden sie schadlos. Und sie schlugen in doppelter Überzahl eiskalt und bereits vorentscheidend zu. Harrison Reed zog mit einem Handgelenkschuss unhaltbar in den Winkel ab (19.). Und nur 57 Sekunden später lag der IEC, immer noch in Unterzahl, sogar mit 0:2 hinten, als Laurent Meunier im Nachschuss einnetzte.

Bis dahin hatte sich Iserlohn nur zwei nennenswerte Möglichkeiten erspielt, eine durch Mike York, der aber an Jason Bacashihua scheiterte (5.), und durch Brent Raedeke, der den Goalie aber mit seinem Bauerntrickversuch nicht überraschen konnte. Das 0:2 zur ersten Pause war eine Enttäuschung.

Nun DEG die Nummer eins im Westen

Das zweite Drittel brachte keine Leistungssteigerung. Der Durchgang verlief weitgehend spannungsarm, und als Laurent Meunier nach schön herausgespieltem Tor auf 3:0 erhöht hatte, nahm die Pleite für die enttäuschende Roosters früh Konturen an (25.). Straubing kontrollierte das Geschehen, der IEC agierte ideen- und harmlos, war viel zu passiv und nicht aggressiv genug, das Team fand keinen Rhythmus. Und so fiel das 1:3 durchaus überraschend und entsprang keinesfalls einer typischen Powerplayszene. Denn Mike York schoss hinter dem EHC-Kasten stehend Keeper Bacashihua an, von dessen Schlittschuh prallte die Scheibe ins Netz. Aber 24 Minuten vor dem Ende sahen die Sauerländer wieder Land. Und sie bekamen auch etwas Auftrieb, schon häufiger hatten sie scheinbar hoffnungslose Rückstände aufgeholt.

Eishockey In Straubing gelang das jedoch nicht. Denn eine Steigerung war im Schlussdurchgang nicht wirklich zu erkennen. Dennoch gab es einige Möglichkeiten durch Brodie Dupont (47.) oder in Unterzahl erneut durch Dupont und Brent Raedeke (49.; 50.), der später wegen Checks gegen den Kopf für zehn Minuten in die Kühlbox musste und möglicherweise eine Sperre befürchten muss.

Doch in Gefahr gerieten die Hausherren nicht mehr. Sie spulten sicher ihr Pensum herunter und kamen sogar noch zum vierten Treffer in der Schlussphase, als Mathias Lange das Tor zugunsten eines sechsten Feldspielers geräumt hatte. Denn Karl Stewart nutzte seine Chance und machte mit dem Empty-net-Tor den verdienten Erfolg der Straubinger perfekt, für die die Saison dennoch nach dem 52. Spieltag beendet ist. Unterdessen tauschte die erfolgreiche DEG den fünften Platz mit dem IEC und löste die Roosters vor dem Derby am Dienstag als „die Besten im Westen“ ab.