Ein brisantes Wochenende für die Roosters
15.12.2011 | 17:19 Uhr 2011-12-15T17:19:00+0100
Iserlohn. Vor einer Woche wurde Collin Danielsmeier verpflichtet, am Montag Sean Blanchard. Verbunden mit der Genesung von Lasse Kopitz gab es damit einen Überhang bei den Verteidigern.
Die Roosters zogen die Notbremse und lösten den Vertrag mit Brett Skinner auf. „In beiderseitigem Einvernehmen“, wie es dann immer offiziell heißt, ebenso traditionell verbunden mit den besten Wünschen für den Kanadier, der als Neuzugang die Erwartungen nicht erfüllte. Und der nun den Etat nicht mehr belastet, weil er beim finnischen Eliteliga-Klub Tappara Tampere einen Kontrakt unterzeichnet hat. Dass es eine weitere Vertragsauflösungen geben wird, ist aber unwahrscheinlich.
„Jetzt ist allen bewusst, dass wir die Mannschaft besser machen wollen“, erwartet Trainer Doug Mason eine zusätzliche Motivation, negative Unruhe haben die Personalrochaden aus seiner Sicht nicht ins Team gebracht. „Das motiviert.“ Auch einen Routinier wie Jassen Cullimore, der vorerst nur als siebter Verteidiger aufgeboten wird? Schließlich dürfte er zwangsläufig weniger Eiszeiten erhalten. Mason attestiert ihm jedenfalls eine starke Trainingsleistung. Und auf Befindlichkeiten können die Roosters ohnehin keinen Wert legen. „So etwas macht zwar keinen Spaß, aber es ist keine Zeit für Gefühle.“
Vielmehr möchten Mason und Co. damit zeigen, dass alle unermüdlich kämpfen, bis zum Abpfiff eines jeden Spiels und darüber hinaus. Daher hat er auch die Pfiffe nicht verstanden, als er in der Schlussphase gegen Wolfsburg beim Stand von 0:3 einen sechsten Feldspieler brachte. „Es sind im Eishockey schon so viele Tore in kurzer Zeit gefallen.“ So etwas sei ein Zeichen, dass man nicht aufstecke, solange noch eine Chance bestehe.
Einhergehend mit den Änderungen in der Defensive hat der Coach auch alle Sturmreihen umgestellt und u. a. das Duo Robert Hock/Michael Wolf getrennt. „Mal abwarten, wie es läuft“, kommentiert Mason die Veränderungen, die vor allem das Ziel haben, mehr Torgefahr auszustrahlen, „nachdem wir in den letzten beiden Spielen bereits Fortschritte bei Intensität und Leidenschaft gemacht haben.“
Dass der Erwartungsdruck gegen den Vorletzten Hannover und bei Schlusslicht Nürnberg besonders hoch ist, lässt ihn gelassen. „Es geht nur um uns. Egal ob wir gegen Berlin oder Hannover, gegen Mannheim oder Nürnberg spielen.“ Aber er warnt: „Es geht nicht gegen die schlechtesten DEL-Teams.“ Die Hannover Scorpions, die dreimal in Folge verloren (zweimal ohne Torerfolg), stuft Mason als „gefährlich“ ein. Und die jüngsten Erfolge der Nürnberger (drei Siege aus vier Spielen) lassen ebenfalls einen heißen Tanz erwarten, bei dem der IEC durch eine große Fangemeinde unterstützt wird, die im Sonderzug anreist.
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