Die Roosters könnten schon am Wochende alles klar machen

Das erste Heimspiel gegen München haben die Roosters gewonnen.
Das erste Heimspiel gegen München haben die Roosters gewonnen.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Sechs Punkte müssten die Iserlohner aus den Spielen gegen München und Straubing mitnehmen, um jetzt schon den Einzug in die Pre-Playoffs zu feiern.

Iserlohn.. Wenn es optimal für die Roosters läuft, können sie schon am Wochenende mit dem Heimspiel gegen den Zweiten München an diesem Freitag und dem Match am Sonntag beim Vorletzten Straubing die Teilnahme an den Pre-Play-offs klarmachen. Weil Köln am Dienstag in Hamburg verloren hat, ist der Vorsprung der Sauerländer auf Rang elf auf 15 Punkte angewachsen. Bei nur noch sieben Spielen und dem überragend besseren Torverhältnis gegenüber den „Haien“ benötigen die Iserlohner noch sechs Zähler. Sollte Köln erneut patzen, würde sogar weniger reichen.

Ist also damit schon die Zeit reif, sich nun neue, höhere Ziele zu stecken? Platz sechs, um direkt im Viertelfinale zu stehen? Oder sogar Platz vier, um im Viertelfinale den Heimvorteil zu besitzen? „Das große Gesamtbild lassen wir noch ruhen“, betont Trainer Jari Pasanen, dass man zunächst nur daran denke, unter die Top zehn zu kommen. Aber vielleicht stecke der Gedanke an mehr schon in den Hinterköpfen, will er eine derartige Drucksituation nicht gänzlich ausschließen.

An einem Tag hundert Neue Mitglieder

Die Fans jedenfalls denken schon weiter. Um sich eine der begehrten, knappen Karten für die Play-offs zu sichern, nutzen sie den Vorteil, die eine Vereinsmitgliedschaft bringt. Allein am Donnerstag traten dem Iserlohner EC 100 neue Mitglieder bei, so dass der Klub inzwischen bei knapp 1500 angelangt ist.

Vertragsverlängerung Nach der Länderspielpause haben die Akteure wieder Kräfte gesammelt. „Die Stimmung ist richtig gut, alle wirken frisch, die Köpfe sind frei“, beschreibt Pasanen die Lage, sagt aber auch: „Das ist bei den anderen Teams genauso.“ Geistige und körperliche Frische sind aber auch nötig, weil die Liga sofort wieder volle Fahrt aufnimmt mit fünf Spielen in zehn Tagen. Da kommt dem Trainer die personelle Situation entgegen, die zuletzt lange angeschlagenen Spieler stehen, bis auf Jeff Giuliano, wieder zur Verfügung und sind einsatzbereit, wenngleich allerdings noch nicht in bester Verfassung.

Qual der Wahl für Pasanen

Aber Pasanen hat die Qual der Wahl und muss zwei Spieler auf die Tribüne schicken. So gut wie sicher ist, dass Stürmer Derek Whitmore (Fußbruch) weiter zuschauen muss. Und wer ist der zweite Kandidat für den unpopulären Platz auf der Tribüne? Hier dürfte es aus der Verteidigung Collin Danielsmeier (Hand) oder Richard Jares (Schulter) treffen. Pasanen tendiert dazu, möglichst wenig an den zuletzt so erfolgreichen Formationen zu verändern.

Spielbericht Mit München gastiert der Tabellenzweite am Seilersee, der diesen Platz noch absichern muss. „Und die Münchener haben schon zweimal gegen uns verloren. Da ist keine Riesenfreude aufgekommen“, erwartet Pasanen einen engagierten Gegner, in dessen Reihen mit Michael Wolf eine langjährige Roosters-Ikone spielt. er hat bislang 13 Treffer und 17 Beihilfen beigesteuert. Auswärts ist der Hoch-Etat-Klub alles andere als überzeugend gewesen: Zuletzt gab es drei Niederlagen in Serie, aus den letzten neun Auswärtsspielen holten die Bayern nur einen Sieg, den allerdings in Mannheim. Vorteil Iserlohn also?